Autoindustrie: Wie Hybride aus China Europas Autobauer unter Druck setzen
Brüssel, Düsseldorf. Wenn in wenigen Wochen in München Europas größte Automesse IAA ihre Pforten öffnet, werden am Stand von BYD nicht nur Elektroautos zu sehen sein.
Bereits vor dem Branchentreffen will der Hersteller aus China seinen Kombi „Seal 6“ präsentieren. Das Modell ist kein reines E-Auto, sondern ein Plug-in-Hybrid – ein Verbrenner mit zusätzlichem Elektromotor, Batterie und Stecker zum Aufladen. In China ist der „Seal 6“ als Limousine seit Frühjahr auf dem Markt und verkauft sich ordentlich.
Das Modell könnte zum Symbol für eine strategische Wende der chinesischen Autohersteller im Exportgeschäft werden – und die europäischen Anbieter erheblich unter Druck setzen.
Zwar erhebt die Europäische Union (EU) seit Oktober 2024 Zölle von bis zu 45 Prozent auf Elektroautos „made in China“, weil sie dem Land wettbewerbsverzerrende Subventionen vorwirft.