BMW: Nicolas Peter soll neuer Aufsichtsratschef werden
München. Der BMW-Konzern steht vor einem Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats. Der ehemalige Finanzvorstand Nicolas Peter soll den langjährigen Chefkontrolleur Norbert Reithofer auf der Hauptversammlung im Mai kommenden Jahres ablösen, erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen. Eine entsprechende Empfehlung wolle der Aufsichtsrat auf einer Sitzung in der kommenden Woche aussprechen. Großaktionär Stefan Quandt und die Arbeitnehmervertreter um Betriebsratschef Martin Kimmich hätten sich bereits auf die Personalie geeinigt.
Wie sein Vorgänger Norbert Reithofer hat Peter eine lange Konzernkarriere absolviert und genießt das Vertrauen der Familie. Der 62-Jährige soll unter anderem den personellen Wechsel im Vorstand vorantreiben und den Konzern unabhängig halten. Der Wechsel fällt in eine Zeit des Umbruchs: Auch bei BMW sinken die Gewinne, das wichtige China-Geschäft bereitet Probleme. BMW wollte den Vorgang auf Anfrage nicht kommentieren.
Als Chef des Aufsichtsrats wird Peter zur mächtigen Figur im Konzern. BMW ist mit einem Umsatz von 155 Milliarden Euro mittlerweile ein Global Player – geführt wird er allerdings nach eigenen Regeln.