Chemiekonzern: BASF kürzt Dividende deutlich
Düsseldorf. Der Chemiekonzern BASF verändert seine langjährige Dividendenpolitik und startet einen groß angelegten Konzernumbau. Der neue Vorstandschef Markus Kamieth trennt das Verbundmodell weiter auf und fokussiert das Unternehmen auf vier Kerngeschäfte, die für 75 Prozent des Umsatzes stehen.
Vier andere Bereiche hat BASF bereits ausgegliedert. Für diese strebt der Konzern Partnerschaften, Teilbörsengänge oder einen Verkauf an. Darunter fallen das Agrargeschäft und die Lack- und Beschichtungssparte.
Der Konzern hält sich bewusst alle Optionen offen. Verkäufe oder Joint Ventures hingen von der weiteren Entwicklung der jeweiligen Märkte ab. Klar ist nur: Das hochprofitable Agrargeschäft soll 2027 börsenreif sein. Anschließend könnte ein Minderheitsanteil an die Börse gebracht werden.
Mit dieser am Donnerstag vorgestellten Strategie will Kamieth den Börsenwert verbessern, neue Einnahmen schaffen und die Finanzkraft des Konzerns auf weniger Bereiche konzentrieren. „Wir haben den Anspruch, das bevorzugte Chemieunternehmen zu sein“, sagte er.
Er wolle mit dem Umbau den „vollen Wert der BASF-Geschäfte stärker herausstellen“, unterstrich Kamieth. Es gehe nicht darum, etwas loszuwerden, oder Cash zu generieren. Arbeitnehmervertreter kritisieren die neue Strategie dagegen als „zu einseitig auf Kostenoptimierung ausgerichtet.“