Covestro: „Die Übernahme ist keine Marktverzerrung“
Düsseldorf. Der arabische Ölkonzern Adnoc zeigt sich zuversichtlich mit Blick auf die laufende EU-Prüfung der Übernahme von Covestro. „Wir sind ein strategischer, langfristiger Investor. Deswegen bin ich eigentlich sehr optimistisch“, sagte Klaus Fröhlich, Group Chief Investment Officer von Adnoc, dem Handelsblatt. Er unterstreicht aber zugleich, dass Adnoc nicht jede Forderung der EU akzeptieren würde.
„Es muss eine Balance geben zwischen berechtigten Auflagen und überzogenen Forderungen. Und natürlich gibt es auch für uns eine Grenze“, sagte Fröhlich. Der Deutsche verantwortet die internationale Expansion des Staatskonzerns aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Er hat die Übernahme des Leverkusener Kunststoffherstellers Covestro im Volumen von 14 Milliarden Euro im vorigen Jahr maßgeblich in die Wege geleitet.
Doch bei der Freigabe der Transaktion stößt Adnoc in Brüssel auf Probleme. Die EU fürchtet, dass der Kauf durch ein Staatsunternehmen den Wettbewerb in Europa verzerren könnte, und sorgt sich um den Erhalt von Patenten und Wissen des Chemiekonzerns in Europa.