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FlugzeugbauerTarifverhandlungen bei Airbus unterbrochen – IG Metall droht mit Warnstreiks

Airbus will seine Flugzeugfertigung neu aufstellen, Teile könnten verkauft werden. Die Gewerkschaft fordert Beschäftigungszusagen für die Standorte. 26.11.2021 - 17:51 Uhr aktualisiert Artikel anhören

In der vorhergegangenen Verhandlungsrunde hätten sich beide Seiten auf einen Prozess geeinigt, um den Umbau zukunftsfähig zu gestalten, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Daniel Friedrich. Davon sei Airbus zurückgetreten.

Foto: dpa

Hamburg, Augsburg. Die IG Metall droht im Streit mit Airbus über den geplanten Konzernumbau mit neuen Warnstreiks. Die Gewerkschaft unterbrach am Freitag die Tarifverhandlungen über die künftige Struktur von Airbus Operations und Premium Aerotec. „Die Geschäftsführung verweigert sich erneut einer guten Gesamtlösung und will mit dem Kopf durch die Wand“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, in Hamburg.

Airbus will die Fertigung von Einzelteilen und kleinen Komponenten bei Premium Aerotec in Augsburg, im friesischen Varel und in Rumänien verkaufen. Das sei der „beste Weg für die Belegschaft in diesem Bereich, der künftig nicht zum Kerngeschäft zählt“, teilte Airbus am Freitag mit. Sonst drohten „umfassende, harte Restrukturierungsmaßnahmen“ mit „erheblichen Auswirkungen auf Arbeitsauslastung und Beschäftigung“. Airbus würde bei einem Verkauf noch 25,1 Prozent der Anteile behalten.

Zudem will Airbus die Montage von Flugzeugrümpfen und -strukturen in einem neuen Tochterunternehmen zusammenfassen. Betroffen wären die Airbus-Werke Stade, Teile des Standorts Hamburg und der Airbus-Tochter Premium Aerotec in drei der vier Augsburger Werke sowie in Bremen und Nordenham. Insgesamt dürften von den Plänen bei Airbus Operations und Premium Aerotec etwa 13.000 Beschäftigte betroffen sein.

Die IG Metall will eine Aufspaltung verhindern. Mit den Betriebsräten fordert sie Beschäftigungsgarantien an den Standorten bis ins nächste Jahrzehnt. Ihr Verhandlungsführer Friedrich beklagte am Freitag jedoch: „Egal, ob es um die Zukunft der acht Standorte bei Airbus und Premium Aerotec, die Beteiligung an der neuen Flugzeuggeneration oder die Perspektive der Einzelteilfertigung geht, bei den großen Knackpunkten verweigert sich das Management“.

Die Gewerkschaft werde nun über das weitere Vorgehen beraten „und bereitet sich auf Eskalation vor“. Schon im Sommer hatte es an den deutschen Airbus-Standorten Warnstreiks gegeben.

Airbus-Deutschland-Personalchef Lars Immisch sagte: „Wir haben ein schlüssiges, umfassendes Konzept vorgelegt, wie die industrielle Neuaufstellung von Airbus umgesetzt werden kann, um künftig wettbewerbsfähig emissionsfreie Flugzeuge zu fertigen.“ Airbus würde eine Mindestauslastung der deutschen Sektionsmontage- und Airbus-Operations-Standorte bis Ende 2025 zusagen und Garantien für Standorte und Beschäftigung geben.

dpa
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