Handelsblatt-Umfrage: Jeden Morgen zur Kontrolle: So wollen Dax-Konzerne mit 3G im Job umgehen
Mit steigenden Inzidenzzahlen leeren sich die Büros wieder.
Foto: Karsten ThielkerDüsseldorf. Schon um kurz nach sechs bilden sich vor dem Nürnberger Siemens-Werk lange Schlangen. Um die 3G-Regel umzusetzen, hatte der Industriekonzern die Hausausweise aller Beschäftigten am Standort gesperrt. Das Wachpersonal schaltet die digitale Zutrittskarte nur wieder für jene Mitarbeiter frei, die ihren Impf- oder Genesenen-Nachweis vorzeigen können.
Wer einen Negativtest dabeihat oder unter Aufsicht einen Selbsttest macht, bekommt zumindest für denselben Tag Zutritt durchs Drehkreuz.
Zur Arbeit nur mit Nachweis: Bei Siemens in Bayern zeigt sich schon jetzt, auf was sich Beschäftigte künftig in der gesamten Republik einstellen müssen. Unternehmen dürfen nur noch Personen in Büros und Produktionshallen lassen, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind.
An diesem Donnerstag will der Bundestag eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschließen. In Bayern gilt 3G am Arbeitsplatz schon seit vergangener Woche.
Eine Handelsblatt-Umfrage unter Dax-40- Konzernen und Familienunternehmen zeigt, dass die Wirtschaft die 3G-Regelung unisono befürwortet. Es „ist der richtige Schritt in der gegenwärtigen Phase der vierten Coronawelle“, teilt etwa die Deutsche Post mit. Auch die Deutsche Börse befürwortet die Pläne, „um unseren Mitarbeitenden vor Ort das gute Gefühl zu geben, am Arbeitsplatz, so gut es geht, geschützt zu sein“.