Ladeinfrastruktur: Mit dem Porsche zur Luxus-Lounge: Deutsche Hersteller basteln an eigenen Ladekonzepten für Elektroautos
Das Gemeinschaftsunternehmen der Autobauer kauft die Technik bei ABB ein.
Foto: imago images/Arnulf HettrichMünchen. Mit einem wahren Modellfeuerwerk demonstrieren Volkswagen, Daimler oder BMW bei der IAA in München, dass sie bei der Elektromobilität endlich Gas geben. Doch nicht nur Bestwerte bei der Beschleunigung von null auf 100 Stundenkilometer oder der Sportgeländewagen mit Hybridantrieb entscheiden, wer beim Rennen um den Elektroauto-Käufer vorn liegen wird.
Der Autohersteller, der seinen Kunden das Laden der Batterie schnell und einfach macht, hat ein überzeugendes Verkaufsargument in der Hand. Die Entwicklung von Schnellladetechnologien und Ladelösungen hat bei den Autokonzernen deshalb oberste Priorität. Selbst eigene Ladenetze, wie sie Konkurrent Tesla mit seinen Superchargern betreibt, sind für die deutschen Autokonzerne eine Option.
Sportwagenbauer Porsche arbeitet sogar an Luxus-Lounges zum Schnellladen für seine Kunden. Schließlich kommt der Ausbau der öffentlichen und privaten Ladeinfrastruktur noch immer viel zu schleppend voran.
Porsche ist zwar mit Mutterkonzern VW, Mercedes, BMW, Ford und Hyundai am Joint Venture für Schnellladestationen Ionity beteiligt – und das Unternehmen hat sein Ziel, 400 Schnellladesäulen in Europa zu bauen, schon fast erreicht. Immerhin über 360 Schnellladepunkte sind geschafft, die restlichen sind genehmigt und im Bau. Doch das reicht Porsche noch nicht. „Das Schnellladen haben wir mit Ionity entscheidend angestoßen“, sagte Porsche-Chef Oliver Blume kürzlich dem Handelsblatt, „jetzt arbeiten wir zusätzlich noch an einem exklusiven, Porsche-eigenen Ladenetz.“