Monsanto-Erbe: Abschrecken und locken – wie Bayer eine neue Glyphosat-Klagewelle verhindern will
Das glyphosathaltige Mittel steht unter Verdacht, krebserregend zu sein.
Foto: imago images / SteinachDüsseldorf, New York. Der US-Rechtsstreit um den Unkrautbekämpfer Glyphosat trübt den Aktienkurs von Bayer – und das dürfte vorerst so bleiben. So das Ergebnis einer Handelsblatt-Umfrage unter Investoren und Rechtsexperten.
„Bayer wird sich noch sehr lange mit dem Thema beschäftigen müssen“, sagt Markus Manns, Fondsmanager beim Bayer-Aktionär Union Investment. Der Konzern werde sich noch über Jahre mit Klägern auseinandersetzen, erwartet Elizabeth Burch, Jura-Professorin an der University of Georgia. „Die Anwälte in den USA werden jetzt wieder um Mandanten buhlen“, prophezeit die Produktrechtsexpertin.
Davon geht auch Bayer aus. Doch der Dax-Konzern will eine neue große Klagewelle von krebskranken Amerikanern in den nächsten Jahren unbedingt vermeiden.
Helfen soll ein Fünf-Punkte-Plan, den das Management jüngst vorgestellt hat. Zuvor war eine fertig ausgehandelte Einigung mit Klägeranwälten vor Gericht gescheitert.
Bayer will potenzielle Kläger abschrecken und sie gleichzeitig anlocken. Wie das im Detail gelingen soll, was es Bayer kostet und warum Investoren und Rechtsexperten bezüglich der Erfolgsaussichten skeptisch sind: