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KTMMotorradhersteller aus Österreich vor Insolvenz

Die geringe Nachfrage und die hohen Lagerbestände haben das Unternehmen in die Krise geführt. Der Mutterkonzern Pierer Mobility will KTM umbauen. 27.11.2024 - 12:19 Uhr Artikel anhören
KTM Motorräder in der Fertigung: Der Mutterkonzern Pierer Industrie AG will die Sanierung des österreichischen Motoradherstellers sicherstellen. Foto: Bloomberg

Mattighofen. Der wirtschaftliche angeschlagene österreichische Motorradhersteller KTM will sich mit einem Restrukturierungsverfahren retten.

Das österreichische Unternehmen benötige aktuell einen hohen dreistelligen Millionenbetrag, doch das Management gehe „nicht davon aus, dass es gelingen wird, die notwendige Zwischenfinanzierung zeitgerecht sicherzustellen“, hieß es vom Mutterkonzern Pierer Mobility AG in Mattighofen.

KTM werde ein gerichtliches Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragen, hieß es. Das Unternehmen kündigte eine Senkung der Produktion in den kommenden zwei Jahren an, um den Lagerbestand zu reduzieren und das Überleben der KTM-Gruppe nachhaltig zu sichern.

KTM leidet unter geringer Nachfrage und baut Stellen ab

Als Reaktion auf die eingebrochene Nachfrage hatte das Unternehmen schon Mitte November angekündigt, dass die Produktion zurückgefahren werde. Rund 300 Arbeitsplätze werden bis Anfang 2025 abgebaut. Von Weihnachten bis Ende Februar soll die Fertigung ausgesetzt werden. Zuvor waren dieses Jahr bereits 700 Stellen gestrichen worden. Aktuell beschäftigt KTM in Österreich rund 5.000 Menschen.

Die Aktie von Pierer Mobility verliert am Mittwoch zwischenzeitlich weitere zehn Prozent, nachdem es gestern 45 Prozent abwärts ging. Erstmals seit 2013 liegt der Kurs nun unter neun Euro.

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KTM ist Teil des Konzerns Pierer Industrie, der am Montag angekündigt hatte, ein europäisches Restrukturierungsverfahren nach der Restrukturierungsordnung (ReO) einzuleiten. Von diesem Verfahren seien nur bestimmte Gläubiger betroffen, die übrigen Verbindlichkeiten würden vereinbarungsgemäß bedient. Die Gruppe sei nicht überschuldet, hieß es weiter.

Erstpublikation: 25.11.2024, 17:48 Uhr.

dpa
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