Rüstung: Renk-Chefin Wiegand geht – „Habe mich überflüssig gemacht“
Berlin. Die Vorstandschefin der Rüstungsfirma Renk, Susanne Wiegand, zieht sich von ihrem Posten zurück. „Das Unternehmen ist nach dem Börsengang sehr gut aufgestellt“, sagte Wiegand dem Handelsblatt.
Es sei daher an der Zeit für sie, die Leitung in neue Hände zu geben. Ihr Nachfolger wird zum Februar 2025 Alexanders Sagel, der bislang für das operative Geschäft verantwortlich ist, hatte Renk am Sonntagabend mitgeteilt.
Die Managerin hatte die Führung des Unternehmens im Jahr 2021 übernommen und den Getriebehersteller Anfang dieses Jahres an die Börse geführt.
Vor allem aufgrund einer steigenden Nachfrage aus der Rüstungsindustrie hat sich der Umsatz in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Die frühere Tochter von MAN produziert Getriebe unter anderem für Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 und den israelischen Merkava.
Die MAN-Muttergesellschaft Volkswagen hatte Renk im Jahr 2020 an den Finanzinvestor Triton verkauft, weil der Autohersteller die Sparte nicht zu seinem Kerngeschäft gezählt hat. Als Wiegand die Leitung übernahm, musste sie Renk zunächst neu ausrichten und den Fokus auf Rentabilität legen.