Vamed: Fresenius trennt sich von Projektgeschäft früher als geplant
Frankfurt. Fresenius zieht sich früher als vorgesehen aus dem internationalen Projektgeschäft seiner Dienstleistungssparte Vamed zurück. Mit dem Hamburger Gesundheitsunternehmen Worldwide Hospital Group (WWH) habe Fresenius eine Vereinbarung über den vollständigen Verkauf des Projektgeschäfts getroffen, teilte der Dax-Konzern am Montag mit. Angaben zum Verkaufspreis machte Fresenius nicht. Der Abschluss des Deals wird für Mitte dieses Jahres erwartet.
Ursprünglich hatte Fresenius im Mai angekündigt, aus dem Projektgeschäft schrittweise bis 2026 weitgehend auszusteigen. Der Konzernumbau unter Vorstandschef Michael Sen sieht vor, sich stärker auf die Medikamentensparte Kabi und die Krankenhauskette Helios zu konzentrieren. Ein Bestandteil dieses Umbaus ist der weitgehende Rückzug aus der defizitären Dienstleistungssparte Vamed.
Das Vamed-Kerngeschäft in Österreich geht an ein Konsortium aus den Bauunternehmen Porr und Strabag. Das Krankenhausdienstleistungsgeschäft, das zuletzt rund 30 Prozent der Vamed-Umsätze ausmachte, wird in den Fresenius-Konzern integriert. Mit dem nun vereinbarten Verkauf an WWH schließt Fresenius das Kapitel internationales Projektgeschäft schneller ab als ursprünglich geplant.