VDMA: Deutsche Maschinenbauer erhalten 15 Prozent weniger Aufträge
Deutsche Maschinenbauer haben im November weniger Aufträge erhalten.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Maschinenbauer in Deutschland stehen unter Druck: Im November verbuchten die Hersteller 15 Prozent weniger Aufträge als im Vorjahresmonat, wie der Branchenverband VDMA am Donnerstag mitteilte. Die Inlandsbestellungen seien um 15 Prozent geschrumpft, die Order aus dem Ausland um 14 Prozent.
Die Nachfrage aus den Euro-Partnerländern ging etwas weniger stark zurück als die von Kunden außerhalb der Währungszone. „Damit setzt sich die negative Entwicklung der vergangenen Monate fort“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Allerdings seien die Vorjahreszahlen auch relativ hoch gewesen.
Die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie leidet unter der Abkühlung der Weltkonjunktur und globalen Handelsstreitigkeiten, die die Kunden verunsichern. Hinzu kommt der Strukturwandel in der Autoindustrie – einem wichtigen Kunden der Maschinenbauer.
Seit Jahresanfang sind Bestellungen in jedem Monat gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Wiechers wies allerdings auch darauf hin, dass es bis November 2018 vergleichsweise hohe Werte gegeben habe.
Nach der Flaute 2019 erwarten die Maschinenbauer auch in diesem Jahr keine durchgreifende Besserung. Der VDMA ging zuletzt davon aus, dass die Produktion bereinigt um Preiserhöhungen (real) um etwa zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr schrumpft nach einem Rückgang von ebenfalls rund zwei Prozent 2019. In den ersten elf Monaten 2019 war die Produktion jüngsten Angaben zufolge um real 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken.
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