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Wasserstoff und Mini-ReaktorDie grünen Lösungen für Glas, Zement und Stahl

Wo die Industrie mit großer Hitze arbeitet, verbrennt sie viel Energie. Bislang kostet das viel Geld und viel CO2. Doch die Notwendigkeit des Wandels macht die Branche erfinderisch.Isabelle Wermke 10.07.2024 - 15:50 Uhr
Produktion von Stahl: Stahlhersteller sind für rund 30 Prozent des industriellen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Foto: Reuters

Düsseldorf. Stahl kochen, Glas schmelzen und Zement brennen: Die besonders heißen Prozesse der deutschen Industrie arbeiten mit bis zu 2000 Grad Celsius. Das verbraucht sehr viel Energie, und die stammt überwiegend aus fossilen Quellen wie Öl, Gas und Kohle.

Das widerspricht den Zielen Deutschlands, bis 2045 ein klimaneutraler Industriestandort zu werden. Und führt zu einem Paradoxon: Ohne die heißen Produktionsprozesse ist keine Energiewende möglich.

Das erklärt erklärt Antoine Koen, Cleantech-Analyst beim Thinktank Future Cleantech Architects (FCA): „Wir können die Energiewende nicht ohne Hochtemperaturwärme bewerkstelligen. Die Prozesse sind notwendig, um den Zement für die Betonfundamente von Windkraftanlagen, den Stahl für die Türme von Windkraftanlagen, das Silizium für Solarzellen zu fertigen.“

Auf Glas, Stahl und Zement lässt sich nicht verzichten – die drei Klimasünder müssen also schnellstmöglich CO2-neutral werden. Doch je heißer der Prozess, desto weniger marktreife grüne Technologien sind dafür bislang geeignet.

Dabei besteht bei Hochtemperatur-Prozessen großes Potenzial, Emissionen einzusparen. Die Erzeugung von Wärme macht 50 Prozent des weltweiten Endenergieverbrauchs aus, zeigen Berechnungen des FCA. Bisher stammt ein Viertel davon aus erneuerbaren Quellen. Die sind in diesem Fall aber nicht CO2-neutral.

Das klimafreundliche Viertel entsteht nicht aus Wind- oder Solarkraft, sondern überwiegend aus der Nutzung von Biomasse. Die wird verbrannt, um Energie zu gewinnen, dabei werden Kohlendioxid und andere Treibhausgase in die Atmosphäre freigesetzt. Hinzu kommt der große Rest, für den fossile Energieträger genutzt werden.

Und so macht die industrielle Wärmeerzeugung 15 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen aus, 8,5 Gigatonnen sind das pro Jahr.

Unternehmen und Start-ups haben zu diesem Zweck Innovationen über den gesamten Wertschöpfungsprozess entwickelt, mit denen sie dem Klimawandel entgegenwirken wollen.

Wir stellen die aussichtsreichsten Verfahren vor, mit denen die drei größten CO2-Emittenten der Industrie jetzt grün werden sollen.

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