Wertminderung: Volvo erwartet Milliardenbelastung durch neue E-Autos
Göteborg. Der schwedische Autohersteller Volvo muss im zweiten Quartal Abschreibungen in Höhe von 11,4 Milliarden Schwedischen Kronen (rund eine Milliarde Euro) vornehmen. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Grund sei der geringere Absatz der zwei Spitzenmodelle, dem elektrischen SUV EX90 und der Limousine ES90.
Beide Modelle waren mit Verzögerung auf den Markt gekommen. Neue Zölle in den USA könnten das Geschäft weiter erschweren. Insgesamt werde der Nettogewinn im zweiten Quartal damit neun Milliarden Kronen (800 Millionen Euro) niedriger ausfallen.
Die Aktien des Unternehmens fielen in Stockholm um bis zu 5,6 Prozent und verzeichneten damit den stärksten Tagesverlust seit April. Die Aktie ist in diesem Jahr um rund ein Viertel gefallen.
Der schwedische Automobilhersteller, der dem chinesischen Geely-Konzern gehört. ist besonders stark von neuen Zöllen in den USA betroffen. Zuletzt hatte das Unternehmen darum darüber nachgedacht, die Produktion in seinem US-Werk auszubauen. Auch im hart umkämpften chinesischen Markt kann Volvo sich aktuell kaum behaupten.
Erstpublikation: 14.07.2025, 18:38 Uhr.