Software: KI-Texte: Ein deutsches Start-up will Open AI Konkurrenz machen
Nach Vorbild der US-Firma OpenAI baut der Unternehmer in Heidelberg ein Start-up auf.
Foto: HC PlambeckBerlin. Digitale Souveränität ist ein umstrittenes Konzept. Die Wortführer betonen, die EU müsse bei digitalen Schlüsseltechnologien eigene Unternehmen pflegen, um nicht auf Technologie aus Nordamerika und Ostasien angewiesen zu sein. Kritiker sehen darin ein Schlagwort, um Subventionen abzugreifen.
Und wieder andere machen einfach. Dazu gehört Jonas Andrulis. Der ehemalige Innovationsmanager von Apple baut in Heidelberg ein Start-up auf, das mit Künstlicher Intelligenz (KI) Texte erzeugt. Vorbild ist das US-Unternehmen Open AI, das dank Unterstützung von Bill Gates und Elon Musk auf enorme Ressourcen zurückgreifen kann.
Auch Andrulis hat für seine Gründung Aleph Alpha Partner gefunden: Mehrere deutsche Risikokapitalgeber haben 5,3 Millionen Euro in das Projekt gesteckt, und einer der ersten Anwender ist die Bundesdruckerei. Gemeinsam wollen sie zeigen, dass die Technologie helfen kann, Antworten auf Kleine Anfragen im Bundestag schneller zu erstellen. Dazu nutzt das System den Datenschatz älterer Anfragen, um Textbausteine zu generieren.
Andrulis ist wichtig, dass sein System künftig auch kleinere europäische Sprachen unterstützt. Die Technologie soll so die kulturelle Vielfalt dieses Teils der Welt berücksichtigen und sichern – anders als beim bisher rein englischsprachigen US-Vorbild.