Offshore-Industrie: Schwimmende Stromfabriken: Vier Tech-Trends auf dem Meer
Die ersten Pilotprojekte schwimmen schon.
Foto: equinorDüsseldorf, Berlin. Turbinen auf dem Meer werden immer leistungsstärker. Drehkreuze im Meer sollen Offshore-Windparks verknüpfen, schwimmende Windräder ein altes Problem lösen. Und die ersten Hersteller arbeiten an einem Offshore-Windrad, das gleichzeitig Wasserstoff produzieren kann.
Weit draußen auf dem Meer entstehen in den nächsten Jahren einige wegweisende Technologie-Innovationen. Das Handelsblatt stellt die vier wichtigsten vor.
1. „Floating“-Technologie: Eine wackelige Angelegenheit
Ein tonnenschweres und meterhohes Windrad mitten im Meer aufzustellen ist alles andere als einfach. Im Unterschied zu Ölplattformen, die ja meist auf vier Stelzen fest im Meer verankert sind, bietet der Stamm eines einzelnen Windrads weit weniger Spielraum zur Befestigung. Von dreibeinigen Fundamenten über Gittertürme bis hin zu sogenannten „Monopiles“ hat die Offshore-Industrie in den vergangenen Jahren deswegen so einiges ausprobiert, um die nötige Stabilität zu erreichen.
Heute stehen die allermeisten Anlagen auf einer zehn Meter breiten Stahlröhre, die mit einem Gewicht von 1600 Tonnen im Meeresboden verankert wird. Sie ermöglichen, was vorher undenkbar war: Offshore-Windräder bis zu einer Meerestiefe von 60 Metern aufzustellen. Aber die „XXL-Monopiles“, wie sie im Fachjargon genannt werden, bekommen Konkurrenz.