Chiphersteller: Das bedeuten die schwachen Zahlen von AMD, Samsung und Micron
In Fabriken der Halbleiterindustrie ist die Rezession bereits spürbar. Bei TSMC geht die Auslastung geht zurück.
Foto: BloombergMünchen, Düsseldorf. Mit 92 Milliarden Euro haben die 40 Dax-Konzerne im ersten Halbjahr vor Steuern und Zinsen ebenso viel verdient wie im Rekord-Vorjahreszeitraum. Mehr noch: Zwölf Konzerne, darunter Mercedes, Deutsche Telekom und Henkel, haben ihre Prognosen im Laufe des Jahres sogar erhöht oder beabsichtigen es bei Vorlage der nächsten Quartalszahlen, wie es die Deutsche Post angekündigt hat. Mercedes beispielsweise verkauft wieder mehr Autos, weil endlich die benötigten Halbleiter in ausreichender Menge ankommen.
15 der 40 Dax-Konzerne dürften in diesem Jahr sogar so viel wie noch nie verdienen, darunter der Autobauer BMW, der Gasespezialist Linde und der Chemikalienhändler Brenntag.
Doch an der Börse sind die Aktienkurse zuletzt gefallen, weil Anlegerinnen und Anleger sich auf schwächere Zeiten eingestellt haben. Und auch realwirtschaftlich mehren sich die Signale, dass der drohende Abschwung, wie ihn Volkswirte seit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine erwarten, im laufenden vierten Quartal und vor allem 2023 bei den Unternehmen ankommt.
AMD, Samsung, TSMC, Micron & Kioxia: Chiphersteller als Vorboten der Rezession
„Viele Firmen meisterten die Energiekrise und die schwierige makroökonomische und geopolitische Großwetterlage besser als gedacht“, sagt Marc Decker, stellvertretender Aktienchef bei der Quintet Private Bank, der Muttergesellschaft von Merck Finck. „Doch nun scheint das Potenzial für positive Überraschungen weitgehend ausgereizt.“