Dax und MDax: So gut sind Deutschlands Unternehmen für Krisen gewappnet
Die meisten der deutschen Unternehmen sind für Krisen gut gerüstet.
Foto: Reuters, GettyDüsseldorf. Die Dax- und MDax-Konzerne haben 2022 netto fast 130 Milliarden Euro verdient. Das sind nur zehn Milliarden Euro weniger als im Rekordjahr davor. Auch mit Blick auf weitere wichtige Bilanzkennzahlen wie Cashflow oder Schulden sind die meisten Unternehmen gut gerüstet. Das zeigt der Handelsblatt-Stresstest, eine umfassende Analyse der Konzernbilanzen.
Die Unternehmen haben angesichts globaler Krisen, stark gestiegener Energiepreise und Zinsen Vorsorge getroffen. So stieg der Cashflow, also die Liquidität der Unternehmen, auf rekordhohe 224 Milliarden Euro. Das sind 77 Milliarden Euro mehr als 2019, dem Boomjahr vor Beginn der Coronapandemie.
Besonders stark haben dabei die Autobauer ihre Finanzkraft erhöht. Aber auch die Post, Eon und Infineon haben den Cashflow mehr als verdoppelt.
Der Anteil von Barmitteln gegenüber kurzfristigen Verbindlichkeiten liegt mit 32 Prozent bei den Dax- und 44 Prozent bei den MDax-Konzernen über dem des Vorkrisenjahrs 2019. Gesunken sind die Schuldenstände: Die Quote aus Nettofinanzschulden und Eigenkapital verringerte sich bei den Dax-Konzernen binnen eines Jahres von 31,9 auf 27,9 und bei den MDax-Konzernen von 42,5 auf 41,5 Prozent.