Diversität: So könnten deutsche Firmen Trumps Anti-Woke-Politik umgehen
Düsseldorf. Ein Brief der US-Botschaft hat einige deutsche Unternehmen in eine schwierige Lage gebracht. Darin hat die US-Regierung vergangene Woche etwa zwei Dutzend Firmen auf ihre neuen Regeln zu Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) hingewiesen. Das teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) dem Handelsblatt mit.
Seit dem Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident gilt: Wer sich zu diesen Werten bekennt, muss mit Konsequenzen rechnen. Die Briefe deuten darauf hin, dass die Trump-Regierung „auch ausländische DEI-Maßnahmen attackieren will“, sagte Philipp Byers, Arbeitsrechtler und Partner der Großkanzlei Dentons, dem Handelsblatt.
Noch sei zwar nicht absehbar, inwieweit die US-Regierung auch multinationale Unternehmen ins Visier nehme. Doch die Anti-DEI-Politik der US-Regierung würde sie in ein Dilemma bringen: Während Programme zur Förderung von Vielfalt und Inklusion in den USA nun verboten sind, schreiben deutsche Gesetze weiterhin Gleichbehandlung vor. Laut Experten lassen sich zwar einige Risiken minimieren. Es gibt jedoch Spezialfälle.