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Top-Manager Eckhard Cordes „Ein Bulle musste weg bei Daimler“

Eckhard Cordes war Daimler- und Metro-Vorstand, jetzt wacht er als Aufsichtsratschef über Bilfinger. Im Interview spricht er über (verlorene) Machtkämpfe, (falsche) Entscheidungen und sein neues Leben als Finanzinvestor.
16.05.2017 - 06:00 Uhr
„Der Typ, der euch morgens beim Rasieren im Spiegel anschaut, der seid ihr.“ Quelle: Thomas Dashuber für Handelsblatt
Eckhard Cordes

„Der Typ, der euch morgens beim Rasieren im Spiegel anschaut, der seid ihr.“

(Foto: Thomas Dashuber für Handelsblatt)

Auf den ersten Blick führt Eckhard Cordes ein süßes Leben. Im Konferenzraum von Emeram Capital Partners, einem auf mittelständische Unternehmen fokussierten Finanzinvestor, zu deren Partnern Cordes seit drei Jahren zählt, gibt es jede Menge Süßigkeiten. Schoko-Fußbälle liegen neben Gelee-Hasen, diese treffen auf bunte Bonbons. Die Conifiserie-Kette Hussel gehört zum Portfolio.

Doch bei Hussel selbst gibt es derzeit viel Saures zu entscheiden. Das Geschäft läuft nicht gut. Und es ist nicht die einzige Baustelle des 67-jährigen früheren Dax-Konzern-Chefs. Cordes leitet seit zwei Jahren auch den Aufsichtsrat von Bilfinger. Der Industriedienstleister steckt in der Krise und hat gerade neuerlich mäßige, weil rote Zahlen vorgelegt, diesmal für das erste Quartal. Mit einer neuen Strategie ist für nächstes Jahr wieder Wachstum geplant. Cordes ist angespannt. Zu häufig hat er im Laufe seiner Karriere schon dramatische Wandel erlebt.

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