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Medizintechnikunternehmen Mit Disziplin gegen Corona – so will sich B.Braun aufstellen

Anna Maria Braun will das Medizintechnikunternehmen auf Effizienz trimmen. Mit einem digitalen Fokus könnte sie am Ende auch der Coronakrise trotzen.
27.03.2020 - 22:00 Uhr Kommentieren
Die Vorstandschefin des Medizinprodukteherstellers B.Braun kommt aus der sechsten Generation der Gründerfamilie. Quelle: B. Braun Melsungen AG
Anna Maria Braun

Die Vorstandschefin des Medizinprodukteherstellers B.Braun kommt aus der sechsten Generation der Gründerfamilie.

(Foto: B. Braun Melsungen AG)

Frankfurt Schutzausrüstungen, Desinfektionsmittel, Infusionspumpen – die Produkte des Medizintechnikkonzerns B.Braun sind in Zeiten der Coronakrise sehr gefragt. Und so versucht Firmenchefin Anna Maria Braun, die Produktionen so weit wie möglich hochzufahren.

Am Standort in der Schweiz etwa werden jetzt 20 Prozent mehr Desinfektionsmittel hergestellt, auch die Kapazitäten bei OP- und Untersuchungshandschuhen wurden erhöht. Und im Berliner Werk werden mit Hochdruck Narkosemittel und weitere Produkte für die Intensivmedizin hergestellt, um die Covid-Zentren in Deutschland zu versorgen.

Und doch ist sich die B.Braun-Vorstandschefin derzeit nicht sicher, ob die Coronakrise dem Unternehmen nun Wachstum bringen wird oder am Ende doch die Belastungen, etwa durch unterbrochene Lieferketten, überwiegen werden. Was sie allerdings sagen kann, ist, dass sie sich für den wirtschaftlichen Erfolg des Familienunternehmens, das sie seit einem Jahr führt, stark einsetzen wird. „Ich fühle mich voller Kraft und Energie, das Unternehmen mit meinen Kollegen in der nächsten Dekade erfolgreich weiterzuentwickeln“, so die 40-Jährige.

Weltweit agierendes Unternehmen

Die studierte Juristin ist das erste Mitglied der sechsten Familiengeneration an der Spitze des Unternehmens, das 1839 als Apotheke im hessischen Melsungen gegründet wurde. Ihr Vater Ludwig Georg Braun, der B.Braun von 1977 bis 2011 geführt hatte, hat das Unternehmen zu einem weltweit agierenden Milliardenunternehmen aufgebaut. Knapp 64.600 Mitarbeiter arbeiten heute für die Aktiengesellschaft, die komplett in Familienbesitz ist und auch bleiben soll.

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    Ihr erstes Jahr an der Spitze des Familienunternehmens B.Braun hatte auch gleich einige Herausforderungen für die Unternehmerin parat. In den USA wurden neue Produktionsstätten hochgefahren, das Werk im kalifornischen Irvine musste nach Beanstandungen der Aufsichtsbehörde FDA aufgerüstet werden, zudem fordern die steigenden regulatorischen Anforderungen auch im Zusammenhang mit der neuen europäischen Medizinprodukterichtlinie das Unternehmen heraus – die Produktionskosten steigen.

    „Meine persönliche Bilanz ist so wie die Bilanz für das Unternehmen: Er war ein erfolgreiches Jahr, aber auch anspruchsvoll“, sagt sie. Es sei ein Privileg, in einem Unternehmen zu arbeiten, dessen Produkte die Gesundheit von Menschen auf der ganzen Welt schützen und verbessern.

    Welche Verantwortung das sei, zeige sich ganz besonders jetzt, sagt sie mit Blick auf die Coronakrise. „Ich übernehme diese Verantwortung gerne.“

    Braun arbeitet seit bald zehn Jahren in verschiedenen Positionen im Unternehmen, die meiste Zeit davon in Asien, in der Niederlassung in Penang in Malaysia. Seit 2016 ist sie im Vorstand für die Region Asien-Pazifik verantwortlich. Im vergangenen Jahr löste sie den familienfremden Manager Heinz-Walter Große ab, der das Unternehmen seit 2011 als Vorstandschef geleitet hatte.

    B.Braun hat ein breites Produktportfolio, das von Infusionslösungen über Produkte zur Wundbehandlung bis hin zu chirurgischen Instrumenten und künstlichen Gelenken sowie Dialysemaschinen reicht. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 8,2 Prozent auf 7,47 Milliarden Euro.

    Fokus und Disziplin
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