Spediteur Seifert: „Allgemein spürt die Branche einen positiven Trend“
Berlin. In der Logistikbranche sind aktuell Ideen gefragt: Um 20 bis 30 Prozent seien seine Aufträge aus der Automobil- und Baustoffindustrie eingebrochen, berichtet Harry Seifert, geschäftsführender Gesellschafter des Ulmer Speditionsunternehmens Seifert Logistics Group mit knapp 4000 Mitarbeitern. Doch „wir gleichen das mit pfiffigen Geschäftsideen in anderen Branchen aus und wachsen dabei noch leicht“, sagt er im Interview mit dem Handelsblatt.
Seine Kunden hofften noch auf einen Schub für die Wirtschaft durch das Infrastrukturpaket der Bundesregierung, sagt Seifert. Die erhöhte Nachfrage nach Rüstungsgütern werde allerdings die branchenweite Lücke kaum schließen können, erwartet der 69-jährige Logistiker. Dennoch setzt die Transportsparte im Land darauf, dass „das zuletzt volatile Wirtschaftsleben in der Logistik anzieht“, sagt Seifert.
Unterstützen könnte seine Branche indes eines, wie der Unternehmer betont: der geplante Bürokratieabbau der Bundesregierung unter Kanzler Merz. Dazu fällt dem Schwaben Seifert gleich eine ganze Reihe von Beispielen ein.