Yazio und Fastic: Fasten-Apps: Zwei Start-ups aus Ostdeutschland liefern sich ein ungleiches Rennen
Das Start-up Yazio wurde ohne Risikokapital finanziert.
Foto: YazioHamburg. Intervallfasten ist eine einfache Art, auf die Ernährung zu achten. Stunden- oder tageweise nichts zu essen fällt vielen Menschen leichter, als sich an allzu ausgeklügelte Diätpläne zu halten. Zugleich passt die bewusste Ernährung zum Gesundheitstrend in der Coronazeit. Apps, die dabei helfen sollen, die Ernährungsumstellung umzusetzen, sind derzeit gefragt.
Zwei davon stammen aus Deutschland. Sie zeigen exemplarisch den unterschiedlichen Ansatz von Gründern. Yazio aus Erfurt, derzeit auf Platz eins in der Kategorie „Health & Wellness“ im Play Store von Google, kommt ohne Risikokapital aus. Herausforderer Fastic aus Dresden, inzwischen auf Platz sechs aufgestiegen, finanziert sein Wachstum hingegen mit Geldgebern aus der deutschen Start-up-Szene.
Wie aussichtsreich der Bereich ist, zeigt die Münchener App Freeletics. Internationale Investoren kauften die Sport- und Ernährungs-App, die nach einem ähnlichen Geschäftsmodell funktioniert, 2018, fünf Jahre nach der Gründung, für einen hohen zweitstelligen Millionenbetrag.
Beide Fasten-Apps rüsten sich mit unterschiedlichen Mitteln für harte Konkurrenz. Allein in den USA stieg die Zahl der Nutzer von Apps der Kategorie Gesundheit in der Coronazeit nach Daten des Marktforscher Emarketer um über ein Viertel.