
DüsseldorfDie Fehlberatungen der Bausparkasse Wüstenrot empören die Kunden. Sie treffen aber auch auf heftige Kritik in Politik und Wirtschaft. Verbraucherministerin Ilse Aigner warnte gegenüber dem Handelsblatt vor Übervorteilung der Kunden. Die Chefin der Finanzaufsicht (Bafin), Elke König, stellte fest, Umdeckungen störten das Vertrauensverhältnis zwischen Anbieter und Kunden. Und der Gründer des Finanzvertriebs AWD, Carsten Maschmeyer, forderte schärfere Gesetze.
Die drittgrößte deutsche Bausparkasse Wüstenrot, die zur Wüstenrot & Württembergische Gruppe gehört, hatte Kunden von hoch verzinsten Verträgen in schlechtere gelockt. Gleichzeitig versprach sie jedem Vermittler bis zu 1300 Euro und mehr Provision pro Umdeckung.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sagte: „Ich erwarte, dass Vertragspartner fair miteinander umgehen." Die Fairness werde verletzt, wenn ein Vertragspartner das Vertrauen des anderen ausnutze, um diesen zu finanziell nachteiligen Entscheidungen zu bewegen, die dem eigenen Vorteil dienten. „Bei jeder Vertragsumwandlung ist Vorsicht geboten. Wer die finanziellen Konsequenzen nicht abschätzen kann, sollte unabhängigen Rat in Anspruch nehmen“, forderte Aigner die Kunden vor Abschluss eines neuen Vertrages auf.
Eine exklusive, längst nicht abschließende Aufstellung. Sie zeigt, die Höhe der von den entsprechenden Instituten vereinnahmten Rückvergütungen. Die Quelle sind Auskünfte, die vorwiegend die Kanzlei Nittel aber auch andere Kanzleien von den Instituten erhalten haben. Zum Teil antworteten die Banken erst, nachdem diese zur Auskunft verurteilt wurden.
Sie bekam für „GAF Active Life 2“ 8,5 Prozent. Beim “BAC LifeTrust 14” kassierte sie dann immerhin schon 6,35 Prozent. Beim Schiffsfonds MT „King Edwin“ waren es 12 Prozent, beim
“Life Trust 6” waren es 7 Prozent.
Beim „BBBank Dynamik Union“ waren es 2,5 Prozent einmalig und 0,55 Prozent pro Jahr.
Für die Vermittlung des „LHI Fonds Kaledo I“ nahm das Institut 5,15 Prozent.
Ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt (Az.: 9 U 153/09) belegt, dass die Bank für den Verkauf zweier Medienfonds (VIP3 und VIP4) Zahlungen von 8,25 beziehungsweise bis zu 8,75 Prozent bekam.
Ist eher bescheiden. Für den „DWS Inter Genuss“ bekam sie 1,95 Prozent.
Sieben Prozent bekam sie für die Vermittlung von drei Zertifikaten im Wert von 30.000 Euro.
Sie kassierte erhielt bei einem Nordcapital-Fonds 13 Prozent.
Für „MPC MS Santa P Schiffe“ vereinnahmte sie 14 Prozent. Für „Carmignac Patrimonie“ waren es 6,8 Prozent. Für den „KanAm Grundinvest“ gab es 8,4 Prozent. Für Commerzbank Capped Garantieanleihen III bekam sie 3,75 Prozent.
Sie bekam für den BGF-New Energy FD NAM. A2 zunächst einen Ausgabeaufschlag von fünf Prozent und dann eine Vertriebsfolgeprovision in Höhe von 1,140 Prozent. Für den F.TEM.INV-T.GWTH A ACC bekam sie einen Ausgabeaufschlag von 5,54 Prozent und eine Vertriebsfolgeprovision in Höhe von 0,975 Prozent. Beim BGF-World Gold NAM.A2 gab es fünf Prozent Ausgabeaufschlag und 1,140 Prozent Vertriebsfolgeprovision.
Für den „Morgan Stanley P2value“ erhielten freie Berater via Fondsdepotbank sie 3,8 Prozent einmalig und 0,2 Prozent pro Jahr von der Gesellschaft..
Die Fondsdepotbank hat weder einen eigenen Vertrieb noch betreut sie Direktkunden. Das Institut fungiert als Administrator von Investmentkonten für freie Finanzberater. Die Konditionen legen die Kapitalanlagegesellschaften fest und werden von der Fondsdepotbank weitergereicht.
Sie bekam für einen in den 1990er Jahren vertriebenen geschlossenen Immobilienfonds acht Prozent Provision.
Sie kassierte auch gleich zweimal für den Vertrieb eines Deka-Fonds. 3,75 Prozent als einmalige Provision und weitere 1,25 Prozent pro Jahr Bestandsprovisionen.
Üppig. Sie bekam für „MPC Offen Produktentanker“ stolze 11 Prozent.
Hier gab es für den „HGA Mitteleuropa V“ 7,5 Prozent.
Für den Hannover Leasing Fonds Nr. 177 „Maritime Werte 3“ erhielt sie 6,8 Prozent.
Hier ging es um Zertifikate der Lehman Brothers. Die ehemalige Citibank bekam hier eine einmalige Provision von drei Prozent sowie eine Bestandsprovision von weiteren 3,05 Prozent.
Sie vermittelte den Atlantic Fonds MS “Saylemoon Rickmers”/ MS “Nina Rickmers” und bekam 12 Prozent.
Für den “AAA Capital Game Production” bekam sie 7 Prozent.
Auch die Präsidentin der Finanzaufsichtsbehörde Bafin, Elke König, kritisiert provisionsgetriebene Umdeckungs-Praktiken von Versicherern und Bausparkassen. „Wenn ein Versicherer einen Kunden dazu überredet, einen Vertrag aufzulösen, um einen neuen, für den Kunden weniger günstigen Vertrag bei ihm abzuschließen, ist das ein Problem – nicht nur für die Reputation des Unternehmens“, sagte König im Interview mit dem Handelsblatt.
Ein solches Verhalten sei mit geltenden Beratungspflichten kaum in Einklang zu bringen und berge daher ein hohes Schadensersatzrisiko, sagte König. „Dass dadurch das Vertrauensverhältnis von Versicherern und Versicherungsnehmern gestört wird, versteht sich von selbst.“ König zufolge handelt es sich dabei um „bedauerliche und ärgerliche Einzelfälle“.

Massen-Party geht weiter. Habe heute Schreiben ohne konkretes Datum bekommen: "Zu Ihrem Bausparvertrag gibt es dringenden Gesprächsbedarf".
Keine Bauspar-Nummer! Keine Unterschrift!
Also Massen-"Drucksache"!
Aktion "Kampf um Gold" vom Großen Alexander läuft planmäßig weiter!
Wie hieß der Laden früher: Gesellschaft der Freunde Wüstenrot - die war so honorig, denen konnte man eine Blanko-Unterschrift geben. Heute lieber gar keine Unterschrift.
Kassandra - geläutert

falsche rechtschreibung ist immer noch besser als eine rechtsschreibung
der sinn macht die musik
schreiberei im obdachlosenblatt braucht andere themen
usw...usw...usw

Von Wüstenrot hätte ich Seriösität erwartet. Aber Sie Reihen sich in die Reihe der schwarzen Schafe ein. Es geht nicht um die Kunden, sie sind nur die Bauern auf dem Schachbrett. Es geht um Macht,Profit und hervorragende Kennzahlen. Ein ähnliches "Betrügererlebnis" hatte ich mit der VPV-Versicherung. Eigentlich müsste man Roß und Reiter nennen, um andere Kunden vor diesen Individien zu warnen.






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