Energiepolitik in Deutschland
Lindner will Ausbau der Windkraft bremsen

Windkraft in Maßen – dafür plädiert FDP-Chef Lindner. Ein Ausbau mache keinen Sinn, wenn der produzierte Strom nicht genutzt werden könnte. Nordrhein-Westfalen hat bereits eine Einschränkung beschlossen.
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BerlinFDP-Chef Christian Lindner will den Windkraft-Ausbau in ganz Deutschland auf ein aus seiner Sicht vernünftiges Maß begrenzen. „Es macht keinen Sinn, einen Energieträger mit hohem Tempo und Subventionen auszubauen, wenn der produzierte Strom nicht genutzt werden kann“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Deutschland brauche „eine marktwirtschaftliche Wende in der Energiepolitik“, die das ökonomisch und physikalisch Machbare berücksichtige.

In Schleswig-Holstein seien viele Windkraftwerke die meiste Zeit nicht am Netz, weil es keine Leitungen zum Stromtransport und keine Speicher gebe. „Gezahlt wird die Rendite für die Betreiber von der Rentnerin und vom Bafög-Empfänger über die Stromrechnung aber trotzdem“, kritisierte Lindner. CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen haben vereinbart, die Stromerzeugung aus Windkraft einzuschränken.

Der Chef der seit 2013 nicht mehr im Bundestag vertretenen FDP sagte: „Ich bin ein überzeugter Anhänger von moderner Energietechnologie und auch von regenerativen Energien.“ Aber: „Damit die Akzeptanz der Energiewende erhalten bleibt, müssen wir grüne Lebenslügen auflösen.“ Ökologisch verantwortungsbewusst sei nicht nur Klimaschutz. „Flora und Fauna zu schützen vor dem Eingriff des Menschen, das ist genauso eine Frage ökologischer Verantwortung.“

Den Grünen hielt Lindner vor, einseitig die Interessen der Windkraftlobby zu vertreten, auch massiv zu Lasten natürlicher Lebensgrundlagen. Tierschützer liefen Sturm gegen den Ausbau der Windkraft auch in geschützten Waldgebieten. Das zeige, „dass die Grünen sich aus ideologischen Gründen selbst in ein Dilemma gebracht haben, aus dem sie sich nicht befreien können“, sagte Lindner.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hier soll offensichtlich eine ideologisch verbrämte Politik mit falschen Behauptungen unterlegt werden?! Ich meine damit den angeblich so liberalen Hr. Lindner, nicht die Grünen. Es ist schlicht falsch, dass in NRW der aus Windenergieanlagen produzierte Strom nicht genutzt werden kann! Fakt ist, dass im letzten Jahr in NRW gerade einmal 0,2% der Windenergieproduktion nicht eingespeist werden konnte. Die sog. "Ausfallarbeit" hat sich damit gegenüber dem Vorjahr sogar halbiert. Die Bundesnetzagentur kann in NRW keinen Netzengpass erkennen, eine Drosselung des Windenergieausbaus ist deshalb in NRW nicht erforderlich! Hr. Lindners Aussage kann man also zurecht als konstruierte gelbe Lebenslüge bezeichnen!

    Es ist schlicht unaufrichtig wenn Hr Lindner vorgibt, angeblich Flora und Fauna vor der Windenergie "beschützen" zu müssen. Unaufrichtig deshalb, weil Hr. Lindner die ungleich größeren Belastungen durch den Braunkohletagebau oder den Straßenverkehr keine Silbe wert sind. Hr. Lindner führt einen ideologischen Feldzug gegen die Windenergie! Und da ist ihm jedes noch so absurde Argument und Mittel recht.

  • Hallo Herr Bitschau...Windmühlengegner stehen in Deutschland so alleine wie andere Kritiker des Politiksystems.

    Windmühlengegner müssen sich mit dem Unternehmen das die Windmühlen zu errichten gedenkt und..
    -Einer Politik und Behörden die den Windmühlen den Weg ebnen.
    -einer sehr politischen Linkssprechung
    - Qualitätmedien die die Ökoreligion kritiklos vertreten/predigen
    - Umweltverbänden und NGO die solche ökoreligiösen Monumente befürworten,

    auseinandersetzen.

  • Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

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