Auf Investorensuche: Ein Land mit Imageproblemen

Auf Investorensuche
Oh, wie schön ist Aserbaidschan

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Ein Land mit Imageproblemen

Doch der Aufbruch in die Moderne fällt nicht leicht. Das Image von Aserbaidschan ist nicht das beste. So kritisierte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erst im November und im Hinblick auf den Eurovision-Songcontest wieder, dass die Aserbaidschanis auch nach 20 Jahren Unabhängigkeit und trotz wirtschaftlichen Wohlstands nicht alle grundlegenden Rechte und Freiheiten haben. Die Meinungsfreiheit sei in den vergangenen zwei Jahren noch stärker als zuvor schon eingeschränkt worden. Und auch beim Weltwirtschaftsforum wird hinter vorgehaltener Hand kritisiert, dass Alijew alles andere als ein lupenreiner Demokrat sei.

Davos ist für Aserbaidschan also einerseits ein glattes Parkett. Schließlich steht das Forum unter dem Slogan "Entschlossen, den Zustand der Welt zu verbessern". Andererseits ist es der perfekte Ort, um einflussreiche Fürsprecher und Investoren zu finden. Fünf Tage lang trifft sich auf engem und abgeschiedenen Raum die politische und wirtschaftliche Elite der Welt. Berater Bilges ist deshalb mit vor Ort, und freut sich sichtlich, als viele - rund 400- und einflussreiche Gäste zur aserbaidschanischen Nacht (in den Schweizerhof) kommen. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und sein designierter Nachfolger Jürgen Fitschen geben sich die Ehre, Heinrich Hiesinger von Thyssen-Krupp ebenso, sowie Jürgen Großmann und Leonhard Birnbaum von RWE. Für den Energiekonzern ist Aserbaidschan ein wichtiges Land. Die Abhängigkeit vom russischen Gas und Öl soll durch die Kaukasus-Pipeline Nabuco reduziert werden. Dass das Land keine reine Demokratie ist, dass ein Regime regiert, wird zwangsläufig hingenommen. "Es läuft noch nicht alles optimal in Aserbaidschan, doch die politische Entwicklung geht in die richtige Richtung", sagt Birnbaum.

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