Nokia-Chef Elop
„Trojanisches Pferd“ kann sich auf Geldregen freuen

Nokia-Chef Stephen Elop kam von Microsoft und wechselt im Zuge des Verkaufs des Handygeschäfts der Finnen zurück zum Software-Konzern. Die Rückkehr wird ihm mit fast 20 Millionen Euro versüßt.
  • 3

EspooDer Verkauf von Nokias Handygeschäft an Microsoft bringt dem bisherigen Konzernchef Stephen Elop rund 19 Millionen Euro ein. Elop werde unter anderem das Gehalt für die restliche Laufzeit seines Vertrages sowie den Wert von Aktienpaketen ausbezahlt bekommen, teilte Nokia am Donnerstagabend in Unterlagen für eine außerordentliche Aktionärsversammlung mit. Die Hauptversammlung ist für den 19. November geplant.

Der Betrag wurde auf 18,8 Millionen Euro geschätzt, Microsoft soll 70 Prozent davon übernehmen. Elop kehrt im Zuge des Verkaufs von Nokias Handysparte zu seinem früheren Arbeitgeber Microsoft zurück. Er übernimmt dort die Führung der Geräte-Sparte.

Elop gilt als heißer Kandidat für die Nachfolge des scheidenden Microsoft-Chefs Steve Ballmer. Bevor er zu Nokia kam, hatte er bereits für Microsoft gearbeitet, weswegen ihn finnische Medien auch lange als „trojanisches Pferd“ bezeichneten.

Das Geld wäre sofort fällig, wenn die Handy-Sparte in die Hände von Microsoft wechselt. Mit Abschluss der Übernahme wird im ersten Quartal gerechnet. Der einstige Weltmarktführer Nokia hatte Anfang des Monats den Verkauf des Handygeschäfts an Microsoft angekündigt. Microsoft zahlt dafür 3,79 Milliarden Euro und legt noch 1,65 Milliarden Euro für Patentlizenzen drauf.

Elop war im September 2010 Nokia-Chef geworden. Im Februar 2011 ging er eine enge Allianz mit Microsoft ein, die Finnen stiegen bei ihren Smartphones auf Microsofts Betriebssystem Windows Phone um. Bei Microsoft hatte Konzernchef Steve Ballmer im August angekündigt, sich bis zum kommenden August von der Konzernführung zurückzuziehen. Ballmer hatte im Jahr 2000 die Führung des Konzerns von Microsoft-Gründer Bill Gates übernommen.

Seite 1:

„Trojanisches Pferd“ kann sich auf Geldregen freuen

Seite 2:

Ballmer bedauert verpassten Smartphone-Einstieg

Kommentare zu " Nokia-Chef Elop: „Trojanisches Pferd“ kann sich auf Geldregen freuen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Der typ war 1 Monat bei Nokia und hat gleich 3 000 000 USD Incentive Bonus kassiert.
    So gesehen 25 000 000 USD sind Kleingeld.
    Bin gespannt ob die Finen wegen untreue ermitteln werde.

  • Da war eindeutig der Weg eindeutig vorgezeichnet - leicht zu durchschauen.

    Man mußte allerdings erstmal abwarten, ob der Nokia Kurs weiter bei 2 € dümpelt oder sich doch noch bewegt. Dann bei 3 € einsteigen (Aufkauf über Banken in vollem Gange) und etwas schlafen legen. Macht 70% Kursgewinn.

    Neben Deutz, Drillisch, Nordex und K+S hats diesen Sommer enorm Spaß gemacht.

  • Mein Geld investiere ich jedenfalls nicht in Syndikate die jemandem etwas "versüßen" - und schon gar nicht gleich mit 20 Millionen. Die Aktionäre lassen sich solchen Sch**ß gefallen? Der Kerl hätte es für ein paar Tausender auch getan.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%