George Friedman: Der enttarnte Chef der Schatten-CIA

George Friedman
Der enttarnte Chef der Schatten-CIA

George Friedman betrieb sein Geschäft im Verborgenen. Doch seit dieser Woche stehen die Geheimdienstmethoden seiner Firma Stratfor offen im Netz - und offenbaren peinliche Einblicke.
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Ein Ratschlag wie aus einem James Bond-Film. „Wenn die Quelle wertvoll ist, dann musst Du sie unter Kontrolle bringen”, schrieb George Friedman am 6. Dezember 2011 an eine Mitarbeiterin in Venezuela. „Kontrolle bedeutet: finanzielle, sexuelle oder psychologische Kontrolle bis zu dem Punkt, an dem die Quelle bereit ist, Anweisungen entgegenzunehmen.“

George Friedman ist enttarnt. Der Mann, der aussieht wie der nette Opa von nebenan, der sich stets unscheinbar gab und seine Rolle herunterspielte so weit es nur ging, hat keinen Zug mehr frei. Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Internetplattform Wiki-Leaks rund 150 E-Mails der US-Strategieberatung Stratfor, die Friedman 1996 gründete. Es sind die ersten Tropfen eines gigantischen Unwetters – Wiki-Leaks wurden nach eigenen Angaben fünf Millionen dieser Mails zugespielt.

Friedman ist damit in der schlimmsten Lage, die man sich für einen Mann wie ihn vorstellen kann. Seine Firma, lebt von Geheimnissen. Zu ihren 30.000 Kunden zählen US-Militärs und Hedge-Fonds-Manager, hohe Politiker und internationale Konzerne. Wofür genau sie Stratfor bezahlten, war bisher unbekannt. Dann drangen Hacker in das Firmennetz ein.

Nun liegt alles offen. Psychologische Kontrolle von Quellen, Überweisungen an Informanten im Mittleren Osten, Spitzelaktionen für den Chemiekonzern Dow Chemical. Aber Friedman bleibt schmallippig. Das graue Haar ordentlich gekämmt, die Stirn in Sorgenfalten gelegt, die braunen Augen mit einem Dackelblick versehen, verschickt Friedman über die Stratfor-Internetseite eine Videobotschaft.

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Der enttarnte Chef der Schatten-CIA

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„Wir bei Stratfor erklären, was passieren wird“

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  • @blueprint und Berliner "Bürger".
    Nun, bei einem Anteil von 0,02% an der Weltbevölkerung (= 14 Millionen) und über 130 Nobelpreisträgern, freue ich mich, selbst ein Itzig zu sein. Vielleicht sollten Sie es einfach auch mal mit Bildung versuchen (psst: nicht weiter sagen; unser Geheimrezept seit 3500 Jahren)? Man kann seine Erfolgsaussichten ungemein steigern; sogar ohne so ein dubioses Unternehmen wie Stratfor gründen zu müssen. versuchen Sie einfach weniger neidisch zu sein und selbst etwas auf die Beine zu stellen.....

  • @Fossibaerin

    Wieso "eklig"? BerlinerBuerger kommuniziert richtige Schlüsse - so what? Wenn Sie sich vor Wahrheiten ekeln, besuchen Sie doch andere Bärenforen für Ihr"Geschreibsel". Niemand muss sich mit der Weltsicht Dritter herumquälen. Wir leben in einer meinungsunzensierten freien Welt, also bye bye.

  • Erstens: Wenn das stimmt, was Stratfor und seinem chef hier vorgeworfen wird - wenn's stimmt - hat der Mann und seine Firma kein Gewissen und gehört so schnell wie möglich und auf Dauer aus dem Verkehr gezogen.

    Zweitens: Kann man mir mal erklären was das damit zu tun hat, dass der Mann (ich vermute die Herrschaften, die sich hier über "Itzigs" verbreiten, vermuten dass nur auf der Grundlage des Familiennamens Friedmann) Jude ist (wenn er's ist?) Was hat das überhaupt mit irgendwas zu tun was in diesem Artikel steht?

    Könnte man dieses ekelige Itzig Geschreibsel mal bitte unterlassen?

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