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Ex-UBS-Chef zu Krediten„Dann hat Ihre Bank acht Jahre ein Problem“

Im Interview erklärt Axel Weber, warum die Märkte die Zinswende unterschätzen. Der EZB wirft er den „größten Erkenntnisfehler der Geldpolitik in diesem Jahrhundert“ vor.Daniel Rebstock, Dennis Pesch, Henrike Adamsen 13.12.2023 - 09:04 Uhr

Köln. Der Ex-UBS-Chef Axel Weber hält weitere Zinserhöhungen im Euro-Raum für möglich: „Ich glaube nicht, dass der Zinsgipfel bereits erreicht ist oder die Zinsen schon bald sinken“, sagte er im Handelsblatt-Interview. Weber ist derzeit Berater des Vermögensverwalters Flossbach von Storch.

Das Interview findet im Hauptsitz des Vermögensmanagers statt. Der Blick aus dem Konferenzraum im 26. Stock fällt auf den Kölner Dom, die Hohenzollernbrücke und die Windräder am Horizont. Weber ist der Mann „mit den vier Karrieren“, wie er selbst sagt. Erst war er Ökonomie-Professor, dann Wirtschaftsweiser bis er Chef der Bundesbank wurde und danach bis Ende 2022 als Verwaltungsratspräsident die größte Schweizer Bank UBS führte.

Weber gilt seit der Euro-Krise als Kritiker der EZB-Geldpolitik. „Die EZB und die Fed hätten schon 18 Monate vorher erkennen können, wenn nicht sogar müssen, dass die Preise aus dem Ruder laufen“, sagte er. Er stellt den Finanzmarkt auf weitere Verwerfungen ein – und wirft der Ampelkoalition Ablenkungsmanöver in der Haushaltsdebatte vor.

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