Ausländische Fachkräfte: Fünf Punkte, die Unternehmen bei der Integration beachten sollten
Düsseldorf. Fensterbauer sind rar. Umso glücklicher war Sonja Stocker, Chefin eines Fachbetriebs im oberschwäbischen Uttenweiler, als sich im Frühjahr 2023 ein junger Mann aus Marokko via Instagram nach Arbeit erkundigte. Der 28-jährige Imad El-Maachi ist Teil der Lösung für das Nachwuchsproblem ihres mittelständischen Betriebs. „Er hat große Eigeninitiative gezeigt – und ist bereit, sich auf ein Leben in Deutschland einzulassen“, sagt Stocker.
So wie diesem Familienbetrieb geht es vielen Unternehmen: Es fehlen Fachkräfte. Rund 1,7 Millionen Stellen waren zuletzt offen, wie eine Befragung von Unternehmen durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ergab.
Etwa 400.000 Fachkräfte aus dem Ausland werden pro Jahr gebraucht, denn Arbeiter aus der Babyboomer-Generation gehen in den nächsten Jahren in Rente. Weil der Plan, die Lücken mit EU-Bürgern zu füllen, nicht aufgeht, setzt die Bundesregierung mit dem reformierten Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) auf eine stärkere Zuwanderung aus Drittstaaten.
Um attraktiver für internationale Fach- und Führungskräfte zu werden, wurden mehr Mangelberufe definiert und die Einkommensgrenzen gesenkt. Darüber hinaus sollen ab März verlängerte Fristen für die sogenannte Partnerschaft gelten, in der für ein Unternehmen schon gearbeitet werden darf, obwohl das Anerkennungsverfahren fremder Abschlüsse noch läuft.