Wiesenhof-Chef im Interview: „Kultiviertes Fleisch wird kommen“
Rechterfeld. Der Stammsitz von Deutschlands Marktführer für Geflügel liegt mitten im Oldenburger Münsterland. In Rechterfeld riecht es typisch ländlich, die Region hat die höchste Dichte an Geflügel, Schweinen und Rindern in der ganzen Republik. Im Eingangsbereich der PHW-Zentrale wirbt ein Plakat für die Fußball-EM 2024. Wiesenhof, bekannte Marke der Gruppe, ist nationaler Sponsor und verlost Tickets an Kunden. Das sind viele: Jedes dritte deutsche Hähnchen kommt von PHW.
Die Inflation hat die Essgewohnheiten verändert, erzählt Unternehmer Peter Wesjohann, Chef der PHW-Gruppe, im Interview: „Die Deutschen kaufen mehr Geflügel beim Discounter.“ Aber auch dort sind die Preise deutlich gestiegen. Deshalb steigen Verbraucher von Filets auf günstigere Schenkel um.
Die Inflationskrise erleichtert den geforderten Umbau der Geflügelbranche zu mehr Tierwohl nicht. „Ich kann die Verbraucher nicht zwingen, Fleisch aus höheren Haltungsstufen zu kaufen. Viele Familien können sich ein Biohuhn nicht leisten“, sagt der 54-jährige Unternehmer.
Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Wiesenhof-Chef Peter Wesjohann:
Herr Wesjohann, was kommt bei Ihnen Weihnachten auf den Tisch? Eine Ente von Wiesenhof?