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FlugzeugbauerAirbus will Cybersicherheits-Sparte BDS von Atos kaufen

Airbus bietet zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro für die Sparte des französischen IT-Konzerns. Die Luftfahrt hängt zunehmend von großen Datenmengen und Hochleistungsrechnern ab. 03.01.2024 - 16:07 Uhr aktualisiert

Paris. Der europäische Flugzeugbauer Airbus kommt einer Übernahme der Cybersicherheits-Sparte des französischen IT-Konzerns Atos näher. Airbus biete zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro für den Geschäftsbereich BDS (Big Data & Security), erklärte Atos am Mittwoch.

Auf dieser Basis sei man bereit, Airbus die Bücher der Sparte prüfen zu lassen. Es gebe aber auch einen weiteren Interessenten, der einen Teil von BDS erwerben wolle. Laut „Financial Times“ könnte es sich dabei um den französischen Rüstungskonzern Thales handeln. Airbus bestätigte das unverbindliche Übernahmeangebot.

„Die Übernahme von BDS könnte die digitale Transformation von Airbus deutlich beschleunigen“, sagte ein Sprecher. Der Verkauf wäre der erste Meilenstein für den neuen Atos-Verwaltungsratschef Jean-Pierre Mustier. Der ehemalige Unicredit-Chef ist seit Oktober im Amt.

>>Lesen Sie außerdem: Darum hat Airbus ein Luxusproblem

Die angeschlagene Atos braucht Geld: Allein in den nächsten zwölf Monaten müssen mehr als zwei Milliarden Euro refinanziert werden. Deshalb will Atos eigentlich sein defizitäres Kerngeschäft Tech Foundations an den tschechischen Unternehmer Daniel Kretinsky verkaufen. Doch die exklusiven Verhandlungen ziehen sich hin.

Atos-Finanzchef Paul Saleh räumte am Mittwoch ein, dass die Gespräche länger dauerten als geplant. Es gehe um den Kaufpreis, die Struktur der Transaktionen und den Übergang eines großen Teils der Verbindlichkeiten von Tech Foundations, hieß es in einer Mitteilung von Atos. Bisher war die Rede davon, dass Kretinskys Holding EPEI 100 Millionen als Kaufpreis zahlen und 1,9 Milliarden Euro Schulden übernehmen sollte.

Zudem sollte EPEI im Zuge einer 900 Millionen Euro schweren Kapitalerhöhung 7,5 Prozent an der Sparte Eviden übernehmen, zu der BDS gehört, und dafür 180 Millionen zahlen. Doch davon rückt Atos ab: Die Kapitalerhöhung bei Eviden könnte kleiner ausfallen - was dazu führen könnte, dass sich EPEI nicht daran beteilige.

Atos und Airbus sprachen bereits im Frühjahr 2023 über eine Beteiligung

Atos und Airbus hatten bereits im Frühjahr 2023 über eine Beteiligung des Flugzeugbauers von 29,9 Prozent an der Sparte Eviden gesprochen, die damals noch Evidian hieß. Airbus-Chef Guillaume Faury hatte damals erklärt, der Einstieg sei sinnvoll, weil die Luftfahrt zunehmend von großen Datenmengen und Hochleistungsrechnern abhänge. Airbus zog sein Angebot zurück, verhandelte im Hintergrund aber weiter. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte Mitte Dezember unter Berufung auf einen Insider berichtet, dass der Flugzeugbauer nun auf BDS schiele.

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Atos-Finanzchef Paul Saleh räumte am Mittwoch ein, dass die Gespräche länger dauerten als geplant. Es gehe um den Kaufpreis, die Struktur der Transaktionen und den Übergang eines sehr großen Teils der Verbindlichkeiten von Tech Foundations, hieß es in einer Mitteilung von Atos. Atos-Aktien schossen zwischenzeitlich um zehn Prozent nach oben, lagen am Nachmittag aber 6,8 Prozent im Minus.

Erstpublikation: 03.01.2024,09:25 Uhr.

rtr
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