Autohersteller: Mercedes-Chef Källenius bleibt Europas oberster Autolobbyist
Brüssel. Der Vorstandsvorsitzende von Mercedes-Benz, Ola Källenius, tritt eine zweite Amtszeit als Präsident von Europas oberstem Autolobbyverband Acea an. Wie bereits in einem früheren Bericht des Handelsblatts vorab angekündigt, bestätigte nun auch Acea offiziell, dass der 56-Jährige erneut von dem Gremium des Verbands gewählt wurde. Källenius sagte, Klimaziele könnten nur erreicht werden, wenn sie mit Wettbewerbsfähigkeit und widerstandsfähigen Lieferketten einhergingen.
Källenius forderte einen pragmatischeren Kurs. „Flexibilität, Technologieoffenheit und gezielte Maßnahmen für Pkw, Transporter, Lkw und Busse bleiben unerlässlich“, so der Manager. Es stehe viel auf dem Spiel.
Auf EU-Ebene wird derzeit hart um künftige Vorgaben für die Autoindustrie gerungen. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die EU-Kommission in dem Brief gebeten, die Regulierung zum sogenannten Verbrenner-Aus zu korrigieren.
Rückendeckung bekommt der Bundeskanzler dafür unter anderem aus München. BMW-Chef Oliver Zipse sagte im Gespräch mit Journalisten in Brüssel, die Inhalte des Merz Briefs entsprächen „ziemlich genau unseren Anforderungen.“
Als Beispiele nannte er unter anderem Technologieoffenheit, effiziente Verbrennungsmotoren und Anreize zur Verwendung umweltfreundlicher Materialien. „Das entspricht sehr stark unserer Vorstellung davon, was für diese Branche richtig ist“, so Zipse.