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Dow Jones, S&P 500, NasdaqWall Street schließt erneut schwächer – Fed-Protokolle im Fokus

Die US-Börsen schwächeln zum Jahresauftakt weiterhin. Die Fed hat den Hoffnungen der Investoren auf baldige Zinssenkungen einen Dämpfer verpasst. 03.01.2024 - 19:07 Uhr aktualisiert

New York. Die US-Börsen haben am Mittwoch nach Gewinnmitnahmen schwächer geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,8 Prozent tiefer bei 37.430 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 verlor ebenfalls 0,8 Prozent auf knapp 4705 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte um 1,2 Prozent auf 14.592 Punkte ab. „Ausgehend von den Tiefständen im Oktober haben wir eine ziemliche Rallye hinter uns“, sagte der Portfolio-Stratege Garrett Melson von Natixis Investment Managers Solutions. Daher sei eine „kleine Verschnaufpause“ nicht überraschend.

Kaum eine Rolle für den Handel spielten am Ende die eigentlich mit Spannung erwarteten Sitzungsprotokolle der US-Notenbank vom Dezember. Während an den Börsen davon ausgegangen wird, dass die Fed die Zinsen im Januar unverändert lassen wird, haben Händler an den Terminmärkten eine 67-prozentige Chance auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im März eingepreist. Für Unsicherheit unter den Investoren sorgen auch die Spannungen im Krieg zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas und der Ukraine-Krieg.

Dollarpreise ziehen an

Am Devisenmarkt war der in Krisenzeiten begehrte Dollar auch am Mittwoch gefragt. Der Dollar-Index legte 0,2 Prozent auf 102,47 Punkte zu. Unterdessen fiel der Preis der zuletzt stark gestiegenen Kryptowährung Bitcoin um bis zu 8,7 Prozent auf 41.206 Dollar. Zu Handelsschluss in New York lag er 5,2 Prozent tiefer. Kurz vor einer richtungsweisenden Entscheidung durch die US-Börsenaufsicht SEC über einen Bitcoin-Spot-ETF bekämen die Anleger offensichtlich kalte Füße, sagte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research.

Berichte über eine Störung auf Libyens wichtigstem Ölfeld trieben unterdessen die Preise für Rohöl um mehr als drei Prozent nach oben. Zwei Ingenieure sagten der Nachrichtenagentur Reuters, dass Proteste zu einer teilweisen Reduzierung der Produktion auf dem Ölfeld Sharara mit einer Kapazität von 300.000 Barrel pro Tag (bpd) geführt hätten.

Der Ölpreis-Anstieg setzte den Aktien von Fluggesellschaften zu. Die Papiere von Delta Airlines, JetBlue, United Airlines und American Airlines gaben bis zu 6,5 Prozent ab.

Blick auf weitere Einzelwerte

Agios Pharmaceuticals: Ein Studienerfolg bei einem Medikament gegen Blutkrankheiten trieb die Aktien des Pharmakonzerns Agios Pharmaceuticals um 5,2 Prozent nach oben. Das Medikament Mitapivat hat der Firma zufolge sowohl die primären als auch die sekundären Ziele in einer Studie im Spätstadium bei erwachsenen Patienten mit einer vererbten Blutkrankheit erreicht.

Bloomin' Brands: Die Aktien des Restaurantunternehmens stiegen erst deutlich dann, gaben die Gewinne dann aber wieder ab und notierten zum Handelsschluss mehr als zwei Prozent im Minus. Die Muttergesellschaft von Outback Steakhouse hatte bekannt gegeben, dass sie zwei neue Mitglieder in ihren Vorstand aufgenommen hat.

Die Änderung ist Teil einer Vereinbarung zwischen Bloomin' und der Aktivistenfirma Starboard.

Sofi Technologies: Die Analysten von Keefe, Bruyette & Woods haben das Papier von „Market Performance“ auf „Underperform“ herabgestuft. Die Experten verwiesen auf die jüngste Outperformance von SoFi sowie auf Bedenken, dass ein langsameres Wachstum der Organisation und der Technologieumsätze die Erträge belasten wird. Die Aktien fielen um mehr als 13 Prozent.

Die großen US-Techwerte verzeichnen 2024 bislang Kursverluste. Auf der Gewinnerseite steht unter anderem der Gesundheitsbereich. Lässt sich daraus auf den Rest des Jahres schließen? Markus Koch erklärt die Bedeutung der ersten fünf Handelstage.

Charles Schwab: Die Aktien des Maklerunternehmens im Finanzsektor fielen um knapp drei Prozent, nachdem Goldman Sachs das Papier von „Buy“ auf „Neutral“ herabgestuft hatte. Die niedrigeren Zinsprognosen könnten die Erträge von Schwab beeinträchtigen, so Goldman.

PGT Innovations: Der Fenster- und Türenhersteller hat ein unaufgefordertes Übernahmeangebot erhalten. Das neue Angebot von Miter Brands bewertet PGT mit 41,50 Dollar in bar und liegt damit über dem Preis von 41 Dollar pro Aktie, dem das Unternehmen zuvor von Masonite International zugestimmt hatte. Die Aktien von PGT Innovations stiegen um 3,6 Prozent.

Moderna: Abwärts ging es auch bei den Papieren von Moderna, die etwa 3,5 Prozent verloren. Anleger machten nach den starken Gewinnen von Dienstag Kasse, als ein optimistischer Ausblick die Papiere des Impfstoffherstellers hochgetrieben hatte.

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rtr
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