Elektromobilität: Teslas Neuausrichtung zum Massenhersteller trifft Volkswagen hart
Düsseldorf. Die neuesten Zahlen von Tesla sind eine Enttäuschung: Der Umsatz stieg im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um drei Prozent auf 25,1 Milliarden Dollar, der operative Gewinn brach fast um die Hälfte auf zwei Milliarden Dollar ein.
Die Ergebnisse markieren einen Wendepunkt. Tesla wandelt sich vom Wachstumsstar zu einem normalen Autohersteller: Die operative Gewinnmarge sinkt auf 8,2 Prozent. „Damit befindet sich Tesla auf dem gleichen Niveau traditioneller Autohersteller wie Toyota“, sagt Roman Przibylla, Leiter Investments vom Schweizer Wertpapierhaus CAT Financial Products.
Tesla verweigert zudem einen Jahresausblick – ein Novum. Die Aktie zeigt das Ausmaß der Enttäuschung: Tesla verlor zum Börsenauftakt rund 50 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung.
Das Unternehmen steht unter enormem Druck – und setzt jetzt alles auf eine Karte. Tesla sehe sich „zwischen zwei größeren Wachstumswellen“, sagte Finanzchef Vaibhav Taneja: „Die erste begann mit der weltweiten Auslieferung des Model 3 und des Model Y, und unserer Meinung nach fängt die nächste mit der kommenden Plattformgeneration an.“