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American FootballSuper Bowl sorgt für Ansturm auf Lieferservice-Apps

Das US-Sportereignis verfolgten auch in Deutschland Millionen Menschen. Eine Datenanalyse zeigt, wie sich der Super Bowl auf soziale Medien und Essenslieferungen auswirkte.Ben Mendelson 12.02.2024 - 17:04 Uhr
Travis Kelce holt sich die Glückwünsche zum Super-Bowl-Sieg von seiner Freundin Taylor Swift ab.  Foto: via REUTERS

Düsseldorf. Es war kurz vor fünf Uhr morgens deutscher Zeit, als Mecole Hardman mit einem Touchdown das Spiel beendete. Beim längsten Super Bowl in der US-Geschichte verteidigten die Kansas City Chiefs ihren Titel gegen die San Francisco 49ers. Trotz der späten Spielzeit des Finales der National Football League (NFL) blieben viele Zuschauer in Deutschland Sonntagnacht wach.

2,12 Millionen Menschen verfolgten den von RTL übertragenen Super Bowl im Fernsehen – 300.000 mehr als im Vorjahr, wie Daten der AGF Videoforschung zeigen.

American Football ist zurzeit nach Fußball die zweitbeliebteste TV-Sportart der Deutschen, laut AGF Videoforschung zumindest bei der werberelevanten Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren. Wie groß das Interesse am Super Bowl in Deutschland Sonntagnacht war, lässt sich anhand der Interaktionen in den sozialen Medien und anhand von Bestellungen auf Plattformen für Essenslieferungen nachvollziehen.

Im Vergleich zu einem normalen Sonntagabend griffen deutlich mehr Menschen auf die entsprechenden Apps zu, wie eine Auswertung der Datenanalyse-Firma Appsflyer zeigt, die dem Handelsblatt vorliegt.

Für die Analyse hat Appsflyer etwa 2,5 Millionen Online-Sessions in Deutschland zwischen 20 Uhr und nach Ende des Spiels untersucht. Eine Online-Session ist eine Interaktion mit einer App von einem Nutzer, der mindestens eine Seite geladen hat. Grundlage waren mehr als 240 Apps im Bereich soziale Medien, Sportwetten und Lebensmittelzustellung.

Super Bowl 2024: Lieferdienste beliebt

Demnach verdoppelte sich die Zahl der Sessions in den Apps von Lieferdiensten im Vergleich zu einem normalen Sonntagabend. Aufgrund des Football-Spiels dürften deutlich mehr Pizzen, Burger und Nudelpfannen bestellt worden sein als üblich.

„Sportevents und Essensbestellungen passen hervorragend zusammen“, heißt es bei dem bekannten Lieferdienst Lieferando. Genaue Zahlen, bezogen auf das Football-Spiel, nannte das Unternehmen nicht.

American Football: Der Super Bowl 2024 hielt auch in Deutschland viele Menschen wach. Foto: IMAGO/USA TODAY Network

Auch in den sozialen Medien waren Zuschauerinnen und Zuschauer wegen des Super Bowls aktiver als sonst. Appsflyer zählt für Deutschland einen Anstieg der Sessions um 108 Prozent. Auf der Plattform X (vormals Twitter) waren am Montag (Stand: 13 Uhr) #SuperBowl2024 mit 500.000 Posts und #Chiefs mit zwei Millionen Posts an der Spitze der Deutschland-Trends, also der Liste der meistverwendeten Stichworte.

Shani Rosenfelder, bei Appsflyer verantwortlich für Global Content Strategy und Market Insights, sagt: „Der Super Bowl 2024 hat in Deutschland für Furore gesorgt.“ Anhand der App-Nutzungen lasse sich erneut ein „wachsendes Interesse und Engagement deutlich ablesen – und das, obwohl das Finale immer in der Nacht von Sonntag auf Montag stattfindet“.

Teilweise könnte das große Interesse auch auf die Fans von US-Star und Sängerin Taylor Swift zurückzuführen sein. Die Musikerin ist mit Travis Kelce liiert, einem Spieler der Kansas City Chiefs, und feierte mit ihm nach der Partie den Super-Bowl-Gewinn.

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Auch einige Musikkollegen von Swift spielten beim Großereignis eine Rolle: In der Halbzeitshow traten unter anderem die R&B-Sänger Usher und Alicia Keys und der Rapper Ludacris auf. Während der Halbzeitshow verzeichnete Appsflyer einen Anstieg der Interaktionen in sozialen Medien um 65 Prozent im Vergleich zu während des Spiels.

Super Bowl 2024: Kein Effekt auf deutschen Onlinehandel

In den USA nutzen große Unternehmen den Super Bowl, um sich zur besten Sendezeit zu präsentieren: Sieben Millionen US-Dollar kostete laut Forbes ein 30-sekündiger TV-Werbeslot. In diesem Jahr stiegen die auf den Super Bowl bezogenen Konsumausgaben nach Schätzungen des Branchenverbands National Retail Federation auf ein neues Rekordhoch von 17,3 Milliarden US-Dollar.

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Für den deutschen Markt konnte Appsflyer indes keine signifikanten Ausschläge bei Zugriffszahlen auf Onlineshops feststellen. „Das liegt vermutlich daran, dass der Super Bowl hier mitten in der Nacht stattfindet“, sagt Shani Rosenfelder.

Einen Super-Bowl-Effekt gab es in Deutschland also nur beim Essen und in den sozialen Netzwerken, nicht aber beim E-Commerce.

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