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Krieg in der UkraineRussisches Militär soll Elon Musks Satellitendienst Starlink nutzen

Für die Ukraine ist der Internetdienst Starlink im Verteidigungskampf gegen Russland enorm wertvoll. Nun zeigt sich: Auch die Besatzer nutzen die Technologie. 11.02.2024 - 16:07 Uhr
Für die ukrainische Armee ist Starlink enorm wichtig. Foto: Reuters

Kiew. Russlands Armee nutzt ukrainischen Geheimdienstangaben zufolge in besetzten Gebieten das Satellitenkommunikationssystem Starlink von Tech-Milliardär Elon Musk. Die ukrainische Funküberwachung habe Gespräche der russischen Besatzer abgefangen, die das belegten, teilte der Militärgeheimdienst HUR am Sonntag auf Telegram mit.

Die Behörde veröffentlichte eine Audiodatei, die von der okkupierten Seite des Frontgebiets stammen soll. Zu hören ist eine Männerstimme, die auf Russisch unter anderem sagt: „Starlink funktioniert, es gibt Internet.“ Musks Unternehmen SpaceX, das Starlink betreibt, hat betont, keine Geschäfte mit der russischen Regierung oder dem russischen Militär zu machen.

„SpaceX hat Starlink in Russland nie verkauft oder vermarktet und hat auch keine Ausrüstung an Standorte in Russland geliefert“, schrieb das Unternehmen am vergangenen Donnerstag auf der Plattform X (früher Twitter). Sollte SpaceX von Fällen erfahren, in denen Starlink-Terminals ohne Erlaubnis genutzt würden, werde die Firma dies prüfen und das Terminal gegebenenfalls abschalten, hieß es weiter.

Das US-Portal „Defense One“ berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen im ukrainischen Militär, dass russische Soldaten Starlink bereits vor Monaten im Kriegsgebiet zu nutzen begonnen hätten.

Zudem gab es Berichte, denen zufolge die Starlink-Terminals über Zwischenhändler in Dubai bei den Russen gelandet sein sollen. Belegen ließ sich das bislang nicht. Starlink hat erklärt, der Dienst sei in Dubai nicht verfügbar, dorthin könnten keine Geräte bestellt werden und es gebe dort auch keinen autorisierten Verkauf.

Der russische Verteidigungsminister hat laut eigenen Angaben eine Drohnen-Fabrik besucht, deren Produktion angeblich im vergangenen Jahr hochgefahren wurde. Derzeit gebe es noch Probleme beim Einsatz künstlicher Intelligenz, sagte Sergej Schoigu.
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Starlink spielt für die Ukraine eine große Rolle bei der Verteidigung gegen den seit fast zwei Jahren andauernden russischen Angriffskrieg. Nach dem Einmarsch der Russen am 24. Februar 2022 stellte SpaceX der Ukraine zahlreiche Starlink-Terminals zur Verfügung und nahm zunächst auch keine Gebühren für deren Betrieb.

Zwischenzeitlich kam es aber auch schon zu Verstimmungen in Kiew – etwa als Musk vor einigen Monaten bekannt gab, dass er einen ukrainischen Angriff auf die russische Schwarzmeerflotte verhindert habe, indem er es ablehnte, Starlink in der Region rund um die annektierte Halbinsel Krim zu aktivieren.

dpa
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