Insolvenz: Zahlreiche Investoren bieten für Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof
Düsseldorf. Für die insolvente Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof haben sich mehrere Kaufinteressenten gefunden. „Mit dem bisherigen Bieterprozess sind wir sehr zufrieden, es liegt eine ganze Anzahl von Angeboten eines internationalen Bieterspektrums vor“, sagte Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus dem Handelsblatt.
Seit der Anmeldung der Insolvenz im Januar sucht Denkhaus für die bisherige Signa-Tochter einen neuen Eigentümer. Bis zum 11. Februar konnten Interessenten erste, unverbindliche Angebote abgeben – enthalten sein musste aber ein ausführliches Geschäftskonzept.
„Wir konzentrieren uns nun vollständig auf Gespräche mit Interessenten, die Galeria als Ganzes erwerben wollen“, bestätigte Denkhaus. Alle anderen Angebote von Investoren, die nur einzelne Häuser oder eine kleinere Zahl von Standorten übernehmen wollen, seien „derzeit hintangestellt“. Ziel ist es Insidern zufolge, Galeria mit einer Zahl von mehr als 70 Häusern fortzuführen.
Die Warenhauskette hatte letztlich in die Zahlungsunfähigkeit getrieben, dass Signa der Tochter fest zugesagte Finanzmittel in Höhe von 200 Millionen Euro verweigerte. Damit hat sich die österreichische Gruppe für die Gestaltung der Zukunft bei Galeria disqualifiziert: „Signa als bisheriger Eigentümer ist in diesen Prozess als Gesellschafter nicht mehr eingebunden“, betonte Denkhaus im Gespräch mit dem Handelsblatt.