Klimabilanz: Verschärfte Grenzwerte setzen Volkswagen unter Druck
Düsseldorf. Wenn Volkswagen Mitte März seinen Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr veröffentlicht, wird sich Europas größter Autobauer bei seinen CO2-Flottenzielen ein positives Zeugnis ausstellen. Vorläufige VW-Daten, die dem Handelsblatt vorliegen, zeigen für alle vom Dax-Konzern in der EU ausgelieferten Fahrzeuge einen durchschnittlichen Kohlendioxidausstoß von 118,4 Gramm pro gefahrenem Kilometer. Der Grenzwert lag bei 122 Gramm pro Kilometer.
Soweit Alltag für Volkswagen.
Doch ab 2025 verschärft Brüssel die Grenzwerte für die Autobauer. 15 Prozent niedriger sollen die CO2-Emissionen in den Pkw-Flotten dann ausfallen, Zielwert für den VW-Konzern sind dann 105 Gramm pro Kilometer.
Der Wolfsburger Autobauer muss den Ausstoß seiner Fahrzeugflotte folglich flugs reduzieren. Das gelingt nur, wenn der Verkaufsanteil emissionsarmer Elektroautos steigt. Einer, der nah an Volkswagens Stromergeschäft dran ist, sagt klar: „Wenn wir die Stückzahlen nicht schnell hochkriegen, dann laufen wir 2025 auf ein Riesen-CO2-Problem zu.“
Intern ist von „der nächsten Herausforderung“ am VW-Horizont die Rede. Man müsse ganz genau schauen, wie sich die Auftragseingänge bis zum nächsten Jahr stabilisieren, heißt es.