Börsen in Asien: Kursverluste im Chip-Sektor drücken japanische Indizes
Singapur. In Erwartung wichtiger US-Bilanzen haben die Anleger am japanischen Aktienmarkt am Mittwoch einen Gang zurückgeschaltet. Der Tokioter Leitindex Nikkei gab 0,3 Prozent auf 38.262 Punkte nach, der breiter gefasste Topix-Index fiel um 0,2 Prozent.
Für den Chipausrüster Tokyo Electron ging es 0,4 Prozent nach unten. Titel von SoftBank Group, die in Start-ups für künstliche Intelligenz investiert, büßten rund zwei Prozent ein.
Die Kauflaune wurde auch durch die sich verschlechternde Stimmung in der Industrie getrübt. Wie die Reuters-Tankan-Umfrage zeigte, hat sich diese im Februar drastisch verschlechtert, da erstmals seit zehn Monaten die Pessimisten in der Überzahl waren.
Hoffnung geben der japanischen Wirtschaft indes aktuelle Exportzahlen. Denn die wichtigen Ausfuhren haben zum Jahresstart stärker zugelegt als erwartet. Sie seien im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,9 Prozent auf 7,3 Billionen Yen gestiegen (umgerechnet 45 Milliarden Euro), teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit.
Die Einfuhren gaben gleichzeitig um 9,6 Prozent nach. Es ist bereits das zehnte Minus in Folge. Volkswirte hatten für Januar mit einem etwas geringeren Rückgang gerechnet. Für die Entwicklung sind vor allem sinkende Preise für Kohle und Flüssiggas verantwortlich.
Staatshelfen stützen Chinas Börse
In China legten die Kurse einen Tag nach der größten Leitzinssenkung seit fünf Jahren durch die chinesische Zentralbank (PBoC) zu. Die Börse in Shanghai stand ein Prozent im Plus. Der CSI-Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 1,4 Prozent.
Peking hat nach dem chinesischen Neujahrsfest eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Marktstimmung zu verbessern und die Wirtschaft zu stützen. „Es ist unwahrscheinlich, dass eine einzelne Maßnahme zu einer 180-Grad-Änderung der Marktstimmung führen wird, aber diese Maßnahmen sind hilfreich“, sagte Jian Shi Cortesi, Investmentexperte bei GAM Investments. „Ich glaube, dass die Regierung nicht aufhören wird, Wege zur Verbesserung der Stimmung zu finden, bis das Ziel erreicht ist.“