Wohnungsnot: Wie man mit leeren Kirchen das Wohnungsproblem lösen könnte
Münster. Immerhin, der Immobilienmakler Max Karänke leidet selbst nicht unter Wohnungsnot. Der 39-Jährige lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern seit viereinhalb Jahren in einem geräumigen Einfamilienhaus in Münster. In seinem Haus hat er auch sein Büro untergebracht. Das Viertel mutet kleinstädtisch an.
Er weiß, dass es vielen Menschen in Münster und Deutschland schlechter ergeht auf der Suche nach Wohnraum, gerade in den Innenstädten. Doch er hat eine Idee, wie sich daran etwas ändern ließe.
Schließlich steht in deutschen Innenstädten eine Immobilienform, bei der die Verhältnisse umgekehrt sind: Sehr viele Quadratmeter, die von sehr wenigen Menschen genutzt werden: Kirchen.
Was wäre, wenn man aus den Flächen, die nicht mehr für den Gottesdienst gebraucht werden, Wohnraum machen würde? Entweder durch Abriss und Neubau oder durch einen Umbau der Kirche in ein Wohngebäude.
Unter der Überschrift „Macht, Geld, Immobilien – wie wäre es zur Abwechslung mit Nächstenliebe?“ hat er diesen Gedanken für die katholischen Kirchen in Köln durchgespielt.