1. Startseite
  2. Politik
  3. International
  4. Attentat: Zustand des slowakischen Premier Fico nach OP weiter kritisch

AttentatZustand des slowakischen Premier Fico nach OP weiter kritisch

Robert Ficos Zustand bleibt ernst. Die Frage stellt sich, wer das Land in Abwesenheit des schwer verletzten Ministerpräsidenten regieren wird. Gegen den mutmaßlichen Attentäter wird wegen Mordversuchs ermittelt. 17.05.2024 - 15:30 Uhr
Robert Fico war am Mittwoch in der Stadt Handlova von einem Attentäter angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Foto: REUTERS

Bratislava. Der bei einem Attentat schwer verletzte slowakische Ministerpräsident Robert Fico liegt weiter auf der Intensivstation. Der vor zwei Tagen angeschossene Politiker sei am Freitag erneut operiert worden, sagte sein Stellvertreter Robert Kalinak. Ficos Zustand sei weiter ernst, aber es gebe Fortschritte. Es werde einige Tage dauern, bis man die Aussichten auf die Genesung abschätzen könne.

Am Montag soll laut Medienberichten beraten werden, ob Fico, der in einem Krankenhaus in Banska Bystrica operiert wurde, in die Hauptstadt Bratislava verlegt werden kann.

Fico war am Mittwoch bei einer Begegnung mit Bürgern etwa 200 Kilometer von der Hauptstadt Bratislava entfernt von fünf Schüssen aus kurzer Distanz unter anderem in den Bauch getroffen worden. Mehrere Sicherheitsbeamte begleiteten ihn, konnten das Attentat aber nicht verhindern. Der festgenommene mutmaßliche Attentäter ist laut Medienberichten 71 Jahre alt, ein früherer Wachmann, Hobby-Schriftsteller und Fico-Gegner.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban wünschte seinem Kollegen derweil eine rasche Genesung. Selbst wenn sich Fico erhole, werde er in einer schwierigen Zeit vor der Europawahl Anfang Juni nicht arbeiten können, sagte Orban dem öffentlichen Rundfunk.

„Wir stehen vor einer Wahl, die nicht nur über die Mitglieder des Europäischen Parlaments entscheidet, sondern zusammen mit der Wahl in den USA den Verlauf von Krieg und Frieden in Europa bestimmen kann“, sagte Orban. „In dieser Situation hätten wir Robert Fico und eine Slowakei, die für den Frieden ist, dringend gebraucht.“

Der Ministerpräsident hatte im Oktober sein Amt angetreten, das er seit 2006 schon dreimal innehatte. Er hat seitdem einen Politikwechsel eingeleitet, die Hilfe für die Ukraine zurückgefahren und sich um einen Dialog mit Russland bemüht. Die Nato machte er für den russischen Angriffskrieg mitverantwortlich. Zudem hat er eine Sonder-Staatsanwaltschaft, die gegen Korruption vorgehen soll, entmachtet.

Erstpublikation: 16.05.2024,08:54 Uhr.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt