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Alphabet, Apple, MicrosoftDas sind die wertvollsten Unternehmen der Welt 2024

Nur eine Handvoll Unternehmen kommt auf einen Marktwert von mindestens einer Billion Dollar. Fast alle von ihnen profitieren vom Hype um Künstliche Intelligenz.Jana-Sophie Brüntjen 21.06.2024 - 16:23 Uhr aktualisiert
Nvidia hat Microsoft beim Marktwert überholt. Beide Konzerne zählen zu den sieben wertvollsten Unternehmen der Welt. Foto: Andre M. Chang/ZUMA Press Wire/d

Düsseldorf. Ein Marktwert von einer Billion: Nur sieben Unternehmen weltweit haben diese fast unbegreiflich klingende Summe erreicht. Drei von ihnen kommen sogar auf eine Marktkapitalisierung von mehr als drei Billionen Dollar. Ein Überblick über die, die es bereits in den „Klub der Billionäre“ geschafft haben – und über die, die sich dem Aufstieg nähern.

Die sieben wertvollsten Unternehmen der Welt nach Marktkapitalisierung

7. Meta

Zunächst als Weiterentwicklung des sozialen Netzwerks Facebook gegründet, hat sich Meta zu einem der größten Tech-Konzerne der Welt entwickelt. Zu Meta gehören neben Facebook auch Instagram und der Messenger WhatsApp.

Daneben investiert Meta in Digitalbrillen und Künstliche Intelligenz. Gründer und Konzernchef Mark Zuckerberg hat darüber hinaus große Visionen für das sogenannte Metaverse, in dem die virtuelle und die reale Welt verknüpft werden.

Analysten hatten die Metaverse-Initiativen des Konzerns wiederholt kritisiert. Die Technologie, die Nutzerinnen und Nutzer rund um den Globus in virtuellen Welten verknüpfen soll, ist aus ihrer Sicht noch weit von einem gewinnträchtigen Praxiseinsatz entfernt.

Und so ist das Metaverse bislang ein Verlustbringer. Dennoch schüttete Meta in diesem Jahr erstmals in seiner Firmengeschichte eine Dividende aus. Pro Quartal und Aktie werden 50 Cent ausgeschüttet, was Meta 4,4 Milliarden Dollar im Jahr kosten dürfte.

  • Marktwert: 1,26 Billionen Dollar
  • Umsatz (2023): 142,7 Milliarden Dollar
  • Gewinn (2023): 45,8 Milliarden Dollar
  • Vermögenswerte (2023): 222,8 Milliarden Dollar
  • Analystenempfehlung (LSEG-Daten): Kaufen

6. Saudi Aramco

Der Ölkonzern Saudi Aramco ist das einzige Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als einer Billion Dollar, das nicht aus den USA kommt. Saudi-Arabien hält direkt oder indirekt fast sämtliche Anteile an dem weltweit größten Erdölkonzern.

Saudi Aramco erreichte mit dem Erdölgeschäft einen Marktwert von mehr als einer Billion Dollar. Foto: REUTERS

Im Juni startete der Konzern seinen zweiten Aktienverkauf – mit wesentlich mehr Erfolg als 2019. Damals hielten sich die Investorinnen und Investoren beim Börsengang zurück. Beim jüngsten Aktienverkauf ging hingegen mehr als die Hälfte der Aktien, die zum Kauf standen, an internationale Investoren.

Diese halten nun 0,73 Prozent der Gesamtaktien des Unternehmens. Im vergangenen Jahr schüttete Aramco Dividenden in Höhe von 98 Milliarden Dollar aus, in diesem Jahr wird mit 124 Milliarden gerechnet.

  • Marktwert: 1,79 Billionen Dollar
  • Umsatz (2023): 489,1 Milliarden Dollar
  • Gewinn (2023): 116,9 Milliarden Dollar
  • Vermögenswerte (2023): 661,5 Milliarden Dollar
  • Analystenempfehlung (LSEG-Daten): Halten

5. Amazon

Wie bei allen Technologiekonzernen wirkt sich KI auch auf das Geschäft von Amazon aus. Das US-Unternehmen konkurriert mit seiner Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) mit Konzernen wie Microsoft und Alphabet. Im ersten Quartal 2024 übertraf das Unternehmen vor allem deshalb die Erwartungen der Analystinnen und Analysten, weil AWS überraschte.

AWS stellt über die Cloud Rechenkapazitäten, Speicherplatz und Anwendungen auf Abruf zur Verfügung. Immer häufiger nutzen Kundinnen und Kunden Funktionen mit Künstlicher Intelligenz. AWS arbeitet beispielsweise mit BMW am autonomen Fahren.

Konzernchef Andy Jassy hat den Aktionären versprochen, dass KI-Angebote künftig zweistellige Milliardenumsätze einbringen könnten. Zwar noch nicht in diesem und im kommenden Jahr, aber in der Zeit darauf.

Amazon investiert zudem stark in Deutschland. Zuletzt hatte das Unternehmen im Mai den Aufbau einer neuen Cloud für Europa namens „AWS European Sovereign Cloud“ mit Ausgaben in Höhe von 7,8 Milliarden Euro angekündigt. Im Juni kündigte das US-Unternehmen weitere Investitionen in Höhe von zehn Milliarden Euro an, den Großteil davon in seine Cloud-Internetdienstleistungen.

  • Marktwert: 1,95 Billionen Dollar
  • Umsatz (2023): 590,7 Milliarden Dollar
  • Gewinn (2023): 37,7 Milliarden Dollar
  • Vermögenswerte (2023): 531 Milliarden Dollar
  • Analystenempfehlung (LSEG-Daten): Kaufen

4. Alphabet

Die Google-Mutter plant für ihre Zukunft ebenfalls mit Künstlicher Intelligenz. Unter anderem will Google mithilfe von KI seine Onlinewerbung grundlegend umbauen. Zudem arbeitet Google an einer neuen Art der Internetsuche. In den USA werden mittlerweile zunächst KI-generierte Zusammenfassungen angezeigt, bevor die eigentliche Suchliste ausgegeben wird.

Bis zum Ende des Jahres soll diese Funktion einer Milliarde Menschen zur Verfügung stehen. Wann genau die Technik nach Deutschland kommen wird, lässt Google offen.

Google integriert KI stärker in die Internetsuche. Foto: REUTERS

Dass Alphabet KI in nahezu alle seine Produkte integriert, zahlt sich aus, wie die jüngsten Quartalszahlen von April zeigen. Der Umsatz stieg stärker als erwartet, auch der Gewinn legte zu.

Alphabet kündigte angesichts der Zahlen an, erstmals eine Dividende zu zahlen. Der Konzern zahlt 20 Cent je Aktie aus. Die Dividende soll keine einmalige Zahlung sein, sondern der Konzern will von nun an regelmäßig Geld an die Anlegenden ausschütten.

  • Marktwert: 2,23 Billionen Dollar
  • Umsatz (2023): 317,9 Milliarden Dollar
  • Gewinn (2023): 82,4 Milliarden Dollar
  • Vermögenswerte (2023): 407,4 Milliarden Dollar
  • Analystenempfehlung (LSEG-Daten): Kaufen

3. Nvidia

Der wohl größte Profiteur der Entwicklungen im Bereich der KI ist Nvidia. Der Boom machte den Konzern zum Mitte Juni erstmals zwischenzeitlich zum wertvollsten der Welt – und das nach einem rasanten Aufstieg. Der Kurs ist allein in der ersten Jahreshälfte 2024 um gut 182 Prozent gestiegen.

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Nvidias Grafikchips, die der vor 31 Jahren gegründete Konzern ursprünglich vor allem für Computerspiele entwickelt hatte, treiben heute die wichtigsten KI-Anwendungen an, darunter den Textroboter ChatGPT von OpenAI. Nvidias Chips erlauben, viele Rechenoperationen parallel durchzuführen, was sie von anderen Prozessoren unterscheidet.

Nvidia ist das wertvollste Unternehmen der Welt. Foto: REUTERS

Infolgedessen wächst Nvidia rasant. Mittlerweile beherrscht das Unternehmen laut Schätzungen rund 80 Prozent des Markts für KI-Chips, die vor allem in den Rechenzentren der großen Cloud-Betreiber eingesetzt werden.

  • Marktwert: 3,1 Billionen Dollar
  • Umsatz (2023): 60,9 Milliarden Dollar
  • Gewinn (2023): 29,8 Milliarden Dollar
  • Vermögenswerte (2023): 65,7 Milliarden Dollar
  • Analystenempfehlung (LSEG-Daten): Kaufen

2. Apple

Die KI-Offensive des iPhone-Konzerns hat seinen Marktwert deutlich steigen lassen. Anfang Juni hatte Apple-Chef Tim Cook die Integration zahlreicher Funktionen auf Basis von Künstlicher Intelligenz in iPhones, iPads und Macs angekündigt. Ein großer Teil der Beobachterinnen und Beobachter geht davon aus, dass die neuen KI-Funktionen zu einem wichtigen Antrieb für Kunden werden, sich die neuesten Geräte anzuschaffen.

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Apple ist für seine KI-Ambitionen eine Partnerschaft mit dem Start-up OpenAI eingegangen. Die Funktionen von OpenAI werden gleich an mehreren Stellen in das Betriebssystem von Apple integriert: vom Assistenten Siri über das Schreiben von Texten bis hin zum Analysieren von Fotos.

  • Marktwert: 3,24 Billionen Dollar
  • Umsatz (2023): 381,6 Milliarden Dollar
  • Gewinn (2023): 100,4 Milliarden Dollar
  • Vermögenswerte (2023): 337,4 Milliarden Dollar
  • Analystenempfehlung (LSEG-Daten): Kaufen

1. Microsoft

Microsoft war mit Software zum wertvollsten Unternehmen der Welt geworden, bis zum Aufstieg Nvidias. Angesichts des boomenden Geschäfts mit KI steckt das US-Unternehmen nun Milliarden in die Chipentwicklung. Microsoft will sich mit selbst entwickelten Chips profilieren und die Rivalen Amazon und Google unter Druck setzen und zugleich weniger abhängig von Chiplieferanten machen.

Der Umsatz mit speziellen KI-Beschleunigern, sogenannten ASICs, wird den Experten zufolge jährlich sogar um mehr als ein Drittel wachsen – auf 71 Milliarden Dollar in nur fünf Jahren. Zwei Modelle hat Microsoft bislang selbst entwickelt.

Microsoft investiert massiv in KI. Foto: REUTERS

Wie Apple kooperiert auch Microsoft mit OpenAI. Der US-Softwaregigant hatte sich im vergangenen Jahr zu einer Investition von mehr als zehn Milliarden Dollar verpflichtet. Zugleich beteiligt sich Microsoft am größten europäischen Konkurrenten von OpenAI, dem französischen Jungunternehmen Mistral AI.

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Auch Microsoft konnte mit seinen jüngsten Quartalszahlen die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Analysten übertreffen. Besonders stark stiegen die Umsätze in Microsofts Cloud-Einheit, zu der die Plattform Azure gehört.

  • Marktwert: 3,33 Billionen Dollar
  • Umsatz (2023): 236,6 Milliarden Dollar
  • Gewinn (2023): 86,2 Milliarden Dollar
  • Vermögenswerte (2023): 484,3 Milliarden Dollar
  • Analystenempfehlung (LSEG-Daten): Kaufen

Weitere Unternehmen nähern sich Marktwert von einer Billion Dollar

Zu den vielversprechenden Kandidaten auf dem Weg zu einer Marktkapitalisierung von mindestens einer Billion Dollar gehören zum einen die Chiphersteller TSMC (932 Milliarden Dollar) und Broadcom (839 Milliarden Dollar). Diese profitieren ebenso wie Nvidia vom KI-Hype, TSMC ist zudem wichtiger Zulieferer für Nvidia.

Zum anderen können sich die US-amerikanische Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway und der Pharmakonzern Eli Lilly gute Chancen ausmalen.

Trotz mäßig ausgefallener Konjunkturdaten geht es an den US-Börsen weiter bergauf. Daran ist die Nvidia-Aktie maßgeblich beteiligt. Die Situation erinnert an die Dotcom-Blase, berichtet Patrick Dewayne – jedoch mit einem deutlichen Unterschied.

Berkshire Hathaway ist das Konglomerat des Ausnahmeinvestors Warren Buffett. In seiner Struktur ist Berkshire einzigartig. Die Versicherungssparte als Mittelpunkt versorgt den Rest des Konzerns durch die Versicherungsprämien mit einem regelmäßigen Kapitalzufluss, den Buffett gewinnbringend anlegt.

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Der Pharmakonzern Eli Lilly hat dank seiner Abnehmspritze stark an Wert gewonnen. Das Unternehmen arbeitet an einer Pille zur Gewichtsabnahme und investiert Milliarden, um seine Kapazitäten zur Medikamentenproduktion hochzufahren.

Erstpublikation: 19.06.2024, 17:24 Uhr.

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