Studie: Wohnungskauf in Deutschland wird erschwinglicher
Berlin. In einigen deutschen Regionen ist der Kauf einer Wohnung erschwinglicher geworden. Das geht aus Daten des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) hervor, die es für den Wohnatlas der Postbank ermittelte.
„Gesunkene Kaufpreise und gestiegene Einkommen machen es für Durchschnittsverdiener*innen in vielen Regionen leichter, eine Eigentumswohnung zu finden, die idealerweise nur ein Viertel des Haushaltsnettoeinkommens für die Finanzierung bindet“, sagte Manuel Beermann, verantwortlich für das Immobiliengeschäft der Postbank, am Freitag laut Mitteilung. Zuerst hatte die „Welt“ darüber berichtet.
Der Anteil der Summe von Zins und Tilgung (Annuität) am Einkommen verringerte sich demnach im Bundesschnitt im vergangenen Jahr um 5,1 Prozentpunkte auf 19,4 Prozent. Als Annuität wird die jährlich fällige Rückzahlung an den Kreditgeber bezeichnet. Nach Berechnung der Ökonomen lag die anteilige Einkommensbelastung in 331 der 400 betrachteten Städte und Landkreisen unter der Schwelle von 25 Prozent.
Bundesweit am besten sieht es im thüringischen Landkreis Greiz aus. Käufer zahlten dort 7,9 Prozent ihres Haushaltseinkommens, um den Kauf einer Eigentumswohnung zu finanzieren. Auch im sächsischen Vogtlandkreis (8,0 Prozent) und dem brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster (8,4 Prozent) mussten Menschen vergleichsweise wenig von ihrem Einkommen aufwenden, um eine Wohnung zu finanzieren.