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KonjunkturDeutsche Industrie erhält erneut weniger Aufträge

Spiegelt der Auftragseingang in Deutschland die Situation in der globalen Industrie wider? Das Bundeswirtschaftsministerium sieht jedenfalls vorerst eine verhaltene Industriekonjunktur. 04.07.2024 - 08:53 Uhr
Im April hatte es ein Minus von 0,6 Prozent gegeben. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Berlin. Die Konjunkturschwäche der deutschen Industrie setzt sich fort: Im Mai erhielt die Branche erneut weniger Aufträge, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamts vom Donnerstag hervorgeht. Verglichen mit dem Vormonat lag der Auftragseingang demnach 1,6 Prozent niedriger. Laut Statistikamt war dies der fünfte Rückgang in Folge. Analysten hatten hingegen einen moderaten Zuwachs von im Schnitt 0,5 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat brachen die Aufträge um 8,6 Prozent ein.

Die Daten signalisierten zunächst eine eher verhaltene Industriekonjunktur in den kommenden Monaten, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium die Entwicklung. „Erst im Zuge der weiteren Erholung des Welthandels und der allmählichen Belebung der Nachfrage nach Industrieerzeugnissen dürften sich die Auftragseingänge stabilisieren.“

Im April hatte es ein Minus von 0,6 Prozent gegeben. Die Aufträge aus dem Inland stiegen im Mai um 0,5 Prozent, die aus dem Ausland fielen um 2,8 Prozent. Vor allem mit dem Neugeschäft aus Ländern außerhalb der Euro-Zone ging es mit minus 4,6 Prozent spürbar bergab.

Das sagen Ökonomen zum Auftragsminus der deutschen Industrie
Thomas Gitzel, Chefökonom VP Bank
Alexander Krüger, Chefvolkswirt Hauch Aufhäuser Lampe
Ralph Solveen, Ökonom Commerzbank

Ohne die oft stark schwankenden – und diesmal überdurchschnittlichen vielen – Großaufträge gab es im Mai einen Rückgang der Bestellungen zum Vormonat um 2,2 Prozent. Gesunken ist im Mai auch der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe: Er fiel um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat, nach minus 1,0 Prozent im April.

rtr, dpa
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