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Hugo Boss, Burberry, PradaLuxus-Branche in der Krise – Aktien brechen ein

Hugo-Boss-Aktien sind drastisch eingebrochen – Anleger sind enttäuscht und die Kurse weiterer Luxus-Anbieter werden in Mitleidenschaft gezogen. 16.07.2024 - 12:42 Uhr
Hugo-Boss-Aktien brachen am Dienstag in der Spitze mehr als zehn Prozent auf den niedrigsten Stand seit April 2021 ein. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Frankfurt. Lange Gesichter in der Luxus-Branche: Nach Burberry hat Hugo Boss mit einer drastischen Prognosesenkung die Anleger enttäuscht und die Kurse weiterer Luxus-Anbieter nach unten gezogen.

Hugo-Boss-Aktien brachen am Dienstag in der Spitze mehr als zehn Prozent auf den niedrigsten Stand seit April 2021 ein, nachdem der Modekonzern seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr überraschend stark gekappt hatte. Auch die Anteilsscheine von Burberry gingen nach dem Kursrutsch zum Wochenstart erneut auf Talfahrt und verloren knapp vier Prozent.

Für kräftigen Gegenwind in der Branche sorgt vor allem die schwächelnde Nachfrage in China. „Hugo Boss ist heute ein weiterer Hinweis dafür, wie volatil und fragil der Konsum weltweit bleibt“, kommentierten die Analysten der US-Bank JP Morgan.

Zwar habe sich die Korrektur der Jahresziele in den vergangenen Tagen bereits angedeutet, sagte Jürgen Molnar, Marktexperte beim Broker RoboMarkets. „Doch den vom Management im schlimmsten Fall befürchteten Gewinneinbruch um bis zu 15 Prozent dürften viele Analysten noch nicht auf dem Zettel gehabt haben.“ Bis zu einer Aufhellung der globalem Konsumnachfrage und damit einhergehend einer Stabilisierung des Aktienkurses werde es wohl noch dauern.

Auch Luxuskonzern Prada lässt nach

Auf den Verkaufszetteln standen auch die Aktien des italienischen Luxuskonzerns Prada. Die in Hongkong notierten Titel gaben um mehr als fünf Prozent nach und fielen damit auf den niedrigsten Wert seit Mitte Februar.

Am Montag war bereits der Kurs des Schweizer Uhrenherstellers Swatch nach einem starken Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Halbjahr um rund zehn Prozent eingebrochen.

Etwas fester notierten dagegen die Titel des Herstellers von Cartier-Ringen und -Ketten Richemont. Zwar machte ein Einbruch der chinesischen Nachfrage auch dem Schweizer Konzern zu schaffen.

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Der negative Einfluss Chinas auf die Ergebnisse von Richemont in Asien wurde aber teilweise durch stark verbesserte Geschäfte in Japan ausgeglichen. Dort profitierten Luxus-Shopper vom schwächeren Yen, so dass auch chinesische Touristen in Japan nach Premiumprodukten griffen.

rtr
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