Bauplanung: So schützen Bauherren ihre Immobilie vor Unwetter-Risiken
Berlin. Das jüngste Hochwasser in Süddeutschland hat Schäden in Höhe von rund zwei Milliarden Euro verursacht, so die Schätzungen des Gesamtverbandes der Versicherer (GDV). Bei den Überschwemmungen in Nord- und Mitteldeutschland über Weihnachten beliefen sich die Schäden auf rund 200 Millionen Euro, beim Hochwasser im Saarland und in Rheinland-Pfalz über Pfingsten ebenso.
Durch klimaangepasstes Bauen ließe sich das Ausmaß der Zerstörung verringern oder gar vermeiden. Doch Holger Schmidt, unabhängiger Berater im Bauherren-Schutzbund (BSB), beobachtet, dass Bauherren Klimarisiken mehrheitlich fast nie im Blick haben.
„Es ist eine Binsenweisheit, dass der Klimawandel für uns alle Mehrkosten mit sich bringen wird. Es ist nur eine Frage, wann wir das Geld in die Hand nehmen – vorbeugend beim Bau oder nachträglich zur Schadensbehebung“, sagt er.
Vorbeugen kann nur, wer weiß, welche Gefahren vor Ort drohen. „Wer vorhat zu bauen oder ein Haus zu erwerben, sollte sich im Vorfeld einen Überblick verschaffen“, rät Pia Krause, im Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP zuständig für den Bereich Transformation Bau.