Elementarschäden: Versicherer stellen mögliche Lösung für hohe Risikoprämien vor
Frankfurt. Deutschlands Versicherer haben einen Vorschlag präsentiert, wie Wohngebäude in Hochrisikogebieten gegen Schäden durch Extremwetter versichert werden können. Im Kern steht dabei eine Solidarumlage. „Unser Ziel ist ein Sicherungssystem, das dauerhaft funktioniert: fair für Hauseigentümer, stabil für den Markt und tragfähig für die öffentliche Hand“, sagte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), am Mittwoch.
Das „Elementar Re“ benannte Konzept kommt einen Tag vor der turnusmäßigen Beratung der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der Vorschlag zahlt auf einen Vorstoß der Bundesregierung ein: Laut Koalitionsvertrag will sie unter anderem eine staatliche Rückversicherung für Elementarschäden einführen.
Hintergrund sind die steigenden Risiken durch Naturgewalten durch den Klimawandel. In Deutschland sind das im Gebäudebereich vor allem zunehmend starker Hagel und Hochwasser. Grundsätzlich könnten sich die meisten Hausbesitzer in Deutschland aus Sicht der Versicherungswirtschaft problemlos gegen Naturgefahren absichern. Allerdings liegen gut 400.000 Wohngebäude in besonders riskanten Gebieten, in denen die Versicherungsprämien kaum bezahlbar sind.