Nikkei, Topix, CSI-300: Asien-Börsen schließen im Plus – Exportwerte stützen die Märkte
Frankfurt. Ein trotz der US-Zinssenkung schwächerer Yen hat den Exportwerten an den asiatischen Börsen am Donnerstag Auftrieb verliehen. Davon beflügelt legte der Tokioter Nikkei-Index zwei Prozent auf 37.122 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index gewann ebenfalls zwei Prozent.
In Hongkong ging es 1,9 Prozent aufwärts. Auch dort lockerten die Währungshüter ihre Geldpolitik. Die chinesische Börse in Shanghai notierte 0,6 Prozent höher. Die US-Währungshüter hatten am Mittwoch den Leitzins um 50 Basispunkte gesenkt und damit einen Lockerungszyklus eingeleitet.
Trotz des aggressiven Schrittes signalisierte die Notenbank für die Zukunft eine ausgewogene Haltung, um die Wirtschaft weiter zu stützen. „Ich denke, sie haben eine Sichtweise präsentiert, in der die Wirtschaft immer noch ziemlich gut läuft“, sagte Analyst Jason Wong von der Bank BNZ in Wellington. „Das war keine panische Senkung um 50 Basispunkte.“
Die Aussicht auf künftig langsamere Zinssenkungen in den USA stützte die US-Währung insgesamt. Gegenüber dem Yen legte der Greenback im asiatischen Handel um fast ein Prozent zu. „Der japanische Markt hatte erwartet, dass der Yen nach der Zinssenkung der Fed um 50 Basispunkte stärker werden und die inländischen Aktienkurse fallen würden, aber es stellte sich heraus, dass der Yen schwächer wurde“, sagte Seiichi Suzuki, Chefanalyst für den Aktienmarkt am Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Exportabhängige Autoaktien gehörten zu den größten Gewinnern. Toyota sprangen um fünf Prozent an, während Honda um 3,4 Prozent zulegte.