Renault und Stellantis: De Meo gegen Tavares – Wachablösung bei Frankreichs Autobossen
Paris. Zwischen Frankreichs beiden mächtigsten Automanagern schienen die Rollen lange klar verteilt: Stellantis-Chef Carlos Tavares fusionierte Peugeot und Fiat-Chrysler zum zweitgrößten Autokonzern Europas. Sein internationales Markenreich, zu dem auch Opel gehört, glänzte mit zweistelligen Renditen.
Luca de Meo hingegen musste die Renault-Gruppe retten, die nach Milliardenverlusten vor einer unsicheren Zukunft stand. Sein Erzrivale Tavares ließ ihn den Klassenunterschied immer wieder spüren. „Ich respektiere sie, aber wir spielen nicht in derselben Liga“, sagte der Portugiese einmal über Renault.
Die Stimmung hat sich inzwischen verändert. Renault, das an diesem Donnerstag die Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht, steht nach der Sanierung im europäischen Vergleich erstaunlich gut da. Bei Stellantis, das Investoren kürzlich mit einer Gewinnwarnung schockiert hat, ist die Zeit der Erfolgsmeldungen dagegen erst einmal vorbei.
Stellantis: Folgt Luca de Meo auf Carlos Tavares?
Es ist auch ein Wendepunkt im Duell der beiden Autobosse, die ein sehr schwieriges Verhältnis zueinander pflegen.